Enigma I with Plugboard

1932 · Steckerbrett · Werk 447 von 1.871

Enigma I with Plugboard, 1932, Steckerbrett

A military cipher machine open in its oak wooden case, three cipher rotors standing upright side by side on one horizontal spindle behind the lampboard, only the serrated brass thumb rims of the rotors showing through three slots in the rotor cover, each rim engraved with a ring of two-digit numbers, three small square windows in the cover each showing a two-digit number, the rotors hidden inside the machine below the cover, below the cover a lampboard of small round glass lamps set out in three staggered rows in exactly the pattern of the keyboard beneath, below the lampboard a keyboard of three staggered rows of round black keys, at the front of the case a plugboard of pairs of sockets crossed by a handful of short black cloth covered cables with double pin plugs, a leather carrying strap at the rear of the case, the whole standing on a plain wooden table, a single work lamp from above at an angle, the varnished wood and brass rotor rims catching the light, the room behind falling into darkness.

Wofür es benutzt wurde
Die Dienstmaschine der deutschen Wehrmacht und die verbreitetste Enigma des Zweiten Weltkriegs: drei gewählte Walzen, eine feste Umkehrwalze - und vorn das Steckerbrett, das vor dem Eintritt in den Walzensatz und nach dem Austritt Buchstabenpaare vertauschte. Welche Paare, stand im Tagesschlüssel. Nach der Cambridge-Arbeit von Hal Evans stieg die Zahl der gesteckerten Paare im Oktober 1936 von fünf auf sechs bis acht. Bletchley Park beziffert die Zahl der möglichen Verschlüsselungen dieser Maschine mit 103.325.660.891.587.134.000.000.
Was daran neu war
Neu war nicht der Rotor, sondern das Davor und Danach: eine vom Walzenwerk unabhängige, mit dem Schlüssel wechselnde Vertauschung, die den Schlüsselraum um Größenordnungen aufblähte, ohne an der Mechanik etwas zu ändern. Nach Kenyon und Weierud war das Steckerbrett eine Geheimentwicklung, die die Chiffriermaschinen AG vertraglich nur auf Maschinen für die Reichswehr verbauen durfte - zivile Maschinen blieben ohne Steckerbrett. Wann es eingeführt wurde, sagen die Quellen verschieden: Bletchley Park schreibt "From 1927", Dirk Rijmenants nennt 1932. Der Widerhaken: Gerade die Trennung von Walzenwerk und Steckerbrett machte angreifbar. Rejewskis Zykluslängen und später die britische Bombe arbeiteten mit Größen, die das Steckerbrett unberührt lässt.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Enigma Commercial Machine1923Scherbius entwickelte die Enigma nach dem Ersten Weltkrieg für den Handel, ohne Steckerbrett. Die Marine übernahm sie 1926, das Heer zwei Jahre später, die Luftwaffe 1935; das Steckerbrett fügte erst das Militär hinzu, so das National Museum of Computing. Nach der NSA hatte das Militär die Maschine so stark verändert, dass den Polen eine gekaufte Handelsausführung nicht weiterhalf.Beleg: The Enigma Machine - The National Museum of Computing, Bletchley Park · Jennifer Wilcox: Solving the Enigma - History of the Cryptanalytic Bombe. Center for Cryptologic History, National Security Agency

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