Abwehr Enigma G

1938 · Enigma G, Multi-Notch Rotors · Werk 452 von 1.871

Abwehr Enigma G, 1938, Enigma G, Multi-Notch Rotors

A compact cipher machine in a black wrinkle painted metal case with a hinged lid, a row of three small cipher rotors side by side, each rotor rim toothed like a cogwheel with many teeth all the way around, the rotor rims engraved with a ring of capital letters, a lampboard of small round windows each bearing a single capital letter, a keyboard below with each key cap bearing a single capital letter, a mechanical counter with four digit wheels mounted at the right side of the case, the front of the case a smooth painted panel, the machine standing on a plain wooden desk, a single work lamp from above at an angle, black paint and brass rotor rims catching the light, the office behind in darkness.

Wofür es benutzt wurde
Zählwerk-Enigma, auch G31 genannt; größter, aber weder erster noch einziger Nutzer war die deutsche militärische Abwehr, die damit ihr internes Funknetz verschlüsselte. Sie hatte kein Steckerbrett, dafür einen Zahnradantrieb statt der Klinkenschaltung - die Walzen ließen sich vorwärts und rückwärts drehen, was Tippfehler korrigierbar machte - und ein vierstelliges Zählwerk, das die verschlüsselten Zeichen mitzählte. Die Walzen trugen nach Kenyon und Weierud 17, 15 und 11 Kerben, zueinander teilerfremde Zahlen. Gebaut wurden nach heutiger Schätzung weniger als 350 Stück; die höchste belegte Nummer ist G 426.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die unregelmäßige Fortschaltung, kryptographisch unverändert vom Vorgänger A28 übernommen: Viele, zueinander teilerfremde Kerben ließen die Walzen nicht mehr im schlichten Kilometerzähler-Rhythmus der Wehrmacht-Enigma weitertreten, was die Periode verlängerte. Das Zählwerk war eine Betriebshilfe, kein kryptographisches Mittel. Der Widerhaken liegt in dem, was fehlte: Das Steckerbrett durfte die Chiffriermaschinen AG nach Kenyon und Weierud vertraglich nur auf Reichswehr-Maschinen verbauen. Die raffiniertere Mechanik half nicht. Dillwyn Knox brach Ende Oktober 1941 erstmals ein, der erste vollständig entzifferte Spruch datiert nach denselben Autoren vom 8. Dezember 1941 - und die Mitlesung der Abwehr-Chiffren, ob Maschinen- oder Handschlüssel, spielte bei ihnen "an important part" beim Aufspüren und Umdrehen der Abwehr-Agenten in Britannien.

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