M-209 Converter

1940 · Hagelin Pin-and-Lug · Werk 458 von 1.871

M-209 Converter, 1940, Hagelin Pin-and-Lug

A compact field cipher machine in an olive drab green wrinkle painted metal box, six pin wheels in a row along the top with movable pins around their rims, each wheel rim engraved with a ring of capital letters, a drum of sliding lugs behind the wheels, a folding hand crank at the right side, a small printing wheel with a narrow paper strip at the left, a letter counter on top, a data plate on the lid reading "Converter M-209", the lid hinged open, the machine on a folding field table, a single lamp from above at an angle, green paint and bare steel catching the light, canvas and darkness behind.

Wofür es benutzt wurde
Taktisches Feldchiffriergerät der US-Streitkräfte, bei der Marine CSP-1500. Es ging auf Boris Hagelins C-38 zurück und arbeitete mit Stiften und Nocken: sechs Schlüsselräder mit 26, 25, 23, 21, 19 und 17 Stellungen — so Mark Blair (NF6X) 2009, mit Verweis auf das Handbuch TM 11-380 vom 17. März 1944 —, deren Umläufe teilerfremd sind, Periode 101.405.850. Das Gerät misst 178 × 140 × 83 Millimeter, wiegt 2,7 Kilogramm, braucht keinen Strom und druckt den Geheimtext auf einen Papierstreifen. Gebaut wurden rund 140.000 Stück bei L.C. Smith & Corona in Syracuse, in Lizenz. Hagelin verkaufte die Rechte für 8.614.790 Dollar an die US-Regierung; netto blieben ihm laut Crypto Museum 1,8 Millionen, Smith & Corona machte 5 Millionen Gewinn.
Was daran neu war
Neu war nicht das Stift-und-Nocken-Prinzip; Hagelin hatte es seit den dreißiger Jahren. Das Gerät kam ohne Strom aus und druckte den Text gleich mit. Was das in der Praxis hergab, steht in den Nachkriegsauswertungen: Das Crypto Museum nennt für Anfang 1943 die Annahme, deutsche Entzifferer könnten einen M-209-Spruch in weniger als vier Stunden brechen, hält aber fest, dass es tatsächlich meist Tage oder Wochen dauerte und Sprüche mit gleichem Schlüssel voraussetzte. Insgesamt lasen die Deutschen demnach 10 Prozent des amerikanischen Hagelin-Verkehrs — 6 Prozent durch Analyse, 4 Prozent aus erbeuteten Schlüsseln —, bei 7 bis 10 Tagen Verzug zwischen Abhören und Entzifferung.

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