The Lorenz Wheel Patterns

1941 · Cam Settings · Werk 464 von 1.871

The Lorenz Wheel Patterns, 1941, Cam Settings

A plain ruled sheet of paper lying flat on a workbench, its whole face taken up by the rows of marks, twelve long rows of tiny crosses and dots pencilled in columns, the marks reading as a fine grey texture, a few small pencil ticks in the margin, a pair of fine tweezers and a single small removed brass cam lying on the paper, a magnifying glass at one corner, the sheet under a single work lamp from above at an angle, the paper bright against the dark wood of the bench, the workshop around it in darkness.

Wofür es benutzt wurde
Die Radmuster waren der Langzeitschlüssel der Lorenz-Maschine: die Stellung jedes einzelnen Nockens auf den zwölf Rädern, gesetzt oder nicht gesetzt — 501 Nocken, die Summe der von Tiltman aufgeführten Radlängen. Sie galten für alle Teilnehmer einer Verbindung und wurden auf Papier verteilt; die Anfangsstellungen der Räder waren der Spruchschlüssel und wechselten von Nachricht zu Nachricht. Copeland nennt die Wechselrhythmen: Vor dem Sommer 1944 wurden die Chi-Muster monatlich geändert, die Psi-Muster zunächst vierteljährlich, ab Oktober 1942 monatlich. Der Newmanry-Bericht hält für seinen Zeitraum fest, dass die Motorradmuster täglich wechselten. Nach dem 1. August 1944 wechselten die Muster täglich.
Was daran neu war
Es geht hier um keine Mechanik, sondern um eine Schlüsselordnung: die Trennung des selten gewechselten, körperlich verteilten Langzeitschlüssels von dem Spruchschlüssel, der bis März 1942 offen mitgesendet wurde. Diese Schichtung trägt nur, solange der Langzeitschlüssel oft genug wechselt — und genau daran sparten die Deutschen. Copeland schreibt, Tutte habe im Januar 1942 die Grundstruktur der Maschine allein hergeleitet, aus rund 4000 Zeichen von Tiltman gewonnenen Schlüssels, ohne die Maschine je gesehen zu haben. Als die Muster ab dem 1. August 1944 täglich wechselten, hatte Bletchley die Maschinerie bereits, die mit diesem Takt mithielt.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitLorenz SZ401940Das Radmuster ist die Stellung der Nocken auf den zwölf Rädern des Schlüsselzusatzes: 23 bis 61 Nocken je Rad, jeder wirksam oder unwirksam gestellt. Daraus bildet die Maschine ihren Schlüsselstrom; Tiltman nennt es ein vorher verabredetes Muster aus Kreuzen und Punkten. Nach Tiltman wurden die Chi- und Psi-Muster 1941 monatlich gewechselt; ab 1. August 1944 wechselten sie täglich.Beleg: John Tiltman, The 'Tunny' Machine and Its Solution (1961) · B. Jack Copeland, Colossus: Breaking the German 'Tunny' Code at Bletchley Park, The Rutherford Journal

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