Müller's Proposal

1786 · Difference Engine, Proposed · Werk 481 von 1.871

Müller's Proposal, 1786, Difference Engine, Proposed

A bound pamphlet lying open at a folded copper-plate engraving of a drum-shaped pinwheel calculating machine with a crank at its side, the surrounding text in German fraktur reading as grey texture, the paper foxed at the edges, laid flat on a grey studio table, even flat light from directly above.

Wofür es benutzt wurde
Johann Helfrich Müller (1746-1830) stand im Dienst der Landgrafen von Hessen- Darmstadt, ab 1777 als Landbaumeister, ab 1778 als Ingenieur- und Artilleriehauptmann. Er baute eine Vierspezies-Staffelwalzenmaschine, 16 Zentimeter hoch und 33 Zentimeter im Durchmesser, die er nach dem HNF am 24. Juni 1784 in Göttingen vor Georg Christoph Lichtenberg vorführte; das Arithmeum nennt 14 Stellen für die Eingabe, 14 für das Umdrehungszählwerk, 14 für die Ausgabe und die Fähigkeit, auch in anderen Stellenwertsystemen als dem Zehnersystem zu rechnen. Mit ihr berechnete er die 1788 erschienenen Holzmaßtafeln, 226 Seiten, nach dem HNF wohl das erste mit Rechentechnik erstellte Werk. Die Schrift von 1786, herausgegeben und mit einer Vorrede begleitet von Ph. E. Klipstein, ist eine etwa 50-seitige Anleitung mit einem zweiseitigen Anhang über weitere Erfindungen besserer Rechenmaschinen und eine arithmetische Druckmaschine.
Was daran neu war
Die Daten sind hier von verschiedener Sorte, und das entscheidet die Sache. Der Gedanke einer Maschine, die Tafeln nach dem Differenzenverfahren rechnet und druckt, steht nach dem HNF zuerst in einem unveröffentlichten Brief vom 18. September 1784 an Albrecht Ludwig Friedrich Meister, drei Monate nach der Göttinger Vorführung; die Schrift von 1786 deutet ihn nach derselben Darstellung nur an. "Müllers Vorschlag, 1786" ist also der gedruckte Hinweis, nicht die erste Fassung. Gebaut wurde die Maschine nie. Auch die Jahre der Rechenmaschine sind verschiedener Sorte: das Arithmeum nennt 1783 als Jahr der Erfindung, nach dem HNF war sie 1784 fertig; vorgeführt wurde sie nach beiden 1784. Der Widerhaken liegt im Weg der Idee: Babbage besaß nach historyofinformation.com ein Exemplar von Müllers Buch, das Herschel auf einer Reise auf dem Kontinent gefunden hatte; dass Babbage die betreffenden Seiten kannte, hält das HNF nur für möglich.

Zum Weiterlesen