Mechanical Notation

1826 · Babbage's Notation · Werk 482 von 1.871

Mechanical Notation, 1826, Babbage's Notation

A large drawing sheet covered in Babbage's mechanical notation, a timing chart of the moving parts of a calculating engine, long horizontal ruled lines running the full width of the sheet, each line labelled at its left end with the name of a machine part in small copperplate handwriting, short vertical strokes, square brackets and small arrowheads marked along the lines to show when each part moves, a narrow ruled column of letter symbols down one side, the whole in black ink on cream paper, the sheet lying flat on a grey studio table seen from directly above, its four corners resting free on the table, even flat light from directly above.

Wofür es benutzt wurde
Ein Zeichensystem, mit dem Babbage festhielt, welches Teil einer Maschine wann bewegt wird, von wem angetrieben und in welcher Reihenfolge. Eingereicht am 17. Januar 1826, am 16. März 1826 vor der Royal Society gelesen, gedruckt in den Philosophical Transactions, Band 116 (1826), Seiten 250 bis 265, mit vier gestochenen Tafeln. Den Anlass nennt die Arbeit selbst: beim Bau seiner Maschine habe er große Verzögerung und Unbequemlichkeit erfahren, weil aus den Zeichnungen schwer zu ermitteln war, ob ein einzelnes Teil in einem gegebenen Augenblick ruht oder sich bewegt, und noch schwerer bei mehreren Teilen zugleich. Verzeichnet wurden jedes bewegliche Teil mit Anzeigelinie, der Zeichnungsverweis, die Zahl der Zähne, Stifte oder Nocken, drei Zeilen Geschwindigkeiten, der Ursprung der Bewegung mit Pfeilen zurück zur Antriebsquelle und die Einstellungen in der Reihenfolge, in der sie vorzunehmen sind. Durchgerechnete Beispiele: die achttägige Uhr und der hydraulische Stoßwidder.
Was daran neu war
Nicht die erste Darstellung von Maschinen, sondern eine, die Zeit ausdrückt: eine Zeichnung zeigt eine Maschine in einem Zustand, die Notations of Periods gaben nach Babbage Zeitpunkt und Dauer jeder Bewegung, die gleichzeitigen wie die aufeinanderfolgenden. Adrian Johnstone erklärt, warum sie kaum gebraucht wurde: Dampfmaschinen und Pumpen haben kein Gedächtnis, jede Umdrehung ist wie die vorige, die Geometriezeichnung genügt; erst Gedächtnis erzeugt komplexes zeitabhängiges Verhalten. Babbage nannte die Notation 1864 eine der wichtigsten Ergänzungen, die er dem menschlichen Wissen hinzugefügt habe. Der Widerhaken: seine Voraussage, keine Schule des maschinellen Zeichnens werde ohne sie als vollständig gelten, traf nicht ein. Bruce Collier urteilte 1970, sie sei wohl zu komplex und willkürlich zum leichten Erlernen und zu sehr auf Babbages eigene Denkweise zugeschnitten. Doron Swade zog sie beim Nachbau der Difference Engine No. 2 nur als letztes Mittel heran.

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