El Ajedrecista

1912 · Chess Automaton · Werk 503 von 1.871

El Ajedrecista, 1912, Chess Automaton

A chessboard mounted on a wooden cabinet, wires running beneath each square, a mechanical arm at one edge of the board, three chess pieces on the board, a white king and rook on one side and a black king on the other, the squares plain light and dark, the cabinet front a plain panel, the cabinet in dark varnished wood, the board seen from directly above, the whole standing on a plain grey plinth before a flat grey background, even flat light from above.

Wofür es benutzt wurde
El Ajedrecista war ein Schachautomat des spanischen Ingenieurs Leonardo Torres Quevedo. Er spielte keine ganze Partie, sondern nur ein Endspiel: König und Turm gegen den bloßen König, wobei die Maschine die stärkere Seite führte. Das Museo Torres Quevedo der Madrider Ingenieurhochschule, das den Apparat besitzt, nennt den Zweck klar: Torres Quevedo baute ihn, um seine Theorien zu zeigen. Elektrische Kontakte im Brett meldeten, wo die Steine standen; ein Arm setzte die eigenen Steine um. Vorgeführt wurde er 1914 im Mechaniklabor der Sorbonne in Paris. Das zweite Gerät von 1920 bewegte die Steine mit Elektromagneten unter einem gewöhnlichen Brett. Es erkannte falsche Züge des Gegners und zeigte sie mit einer Leuchtanzeige an; beim dritten Fehlzug brach es ab, und die Partie musste neu beginnen. Ein eingebautes Grammophon sagte "Matt".
Was daran neu war
Brian Randell schrieb 1982 in den Annals of the History of Computing, dies sei vermutlich der erste Schachautomat der Welt gewesen — vermutlich, weil der eine frühere, von Kempelens Türke, einen kleinen Menschen im Inneren verbarg. Der Unterschied liegt nicht im Schach, sondern in der Vollautomatik: die Maschine erfasste die Stellung elektrisch und zog selbst. Dahinter stand nach Heinz Zemanek, zitiert bei Herbert Bruderer, ein sechsteiliger Algorithmus aus Hebeln, Zahnrädern und Relais. Sie setzte immer matt, nach dem Museo Torres Quevedo in höchstens 63 Zügen.

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