Torres' Arithmometer

1920 · Electromechanical Arithmometer · Werk 505 von 1.871

Torres' Arithmometer, 1920, Electromechanical Arithmometer

A typewriter connected by a thick cable to a cabinet of relays, the cabinet standing open to show rows of electromagnets and wiring, a plain sheet of paper in the typewriter carriage, the two machines set side by side on the same table, black enamel and brass against grey, the cable looping between them, standing on a plain grey table before a flat grey background, even flat light from directly in front.

Wofür es benutzt wurde
Der elektromechanische Arithmometer war ein Vorführgerät. Leonardo Torres Quevedo zeigte es am 26. Juni 1920 in Paris, in einer Sitzung der Société d'Encouragement pour l'Industrie Nationale, die den hundertsten Geburtstag des ersten brauchbaren Rechenapparats, des Arithmometers von Thomas de Colmar, begehen wollte. Gebaut hatte er es in seinem Laboratorio de Automática in Madrid. Bedient wurde es über eine Schreibmaschine, die über elektrische Leitungen mit dem Rechenwerk verbunden und von ihm körperlich getrennt war: man tippte die Aufgabe ein, die Maschine rechnete die vier Grundrechenarten und schrieb das Ergebnis selbst wieder aus. Nach González de Posada hatte der Apparat die Baugruppen, die Rechner des späten 20. Jahrhunderts haben: Rechenwerk, Steuerwerk, kleinen Speicher und eine Ausgabeeinheit.
Was daran neu war
Torres Quevedo nannte den Unterschied selbst, hier in González de Posadas spanischer Übersetzung des französischen Vortrags: sein Gerät ruhe auf denselben Grundsätzen wie das von Thomas de Colmar, arbeite aber völlig anders, weil bei ihm alle Bewegungen selbsttätig abliefen. Der Fortschritt lag in der Technik: Relais statt Zahnräder — darin sah er auch den Grund, weshalb Babbage mit rein mechanischen Mitteln gescheitert war. Die Maschine konnte außerdem bedingte Befehle ausführen; bei der Division einer fünfstelligen Zahl verglich sie den Divisor mit dem Rest. Den Widerhaken nennt Randell: Torres Quevedo dachte offenbar nicht daran, so etwas zu verkaufen, und sein Werk hatte auf die spätere Entwicklung zum modernen Rechner wenig erkennbaren Einfluss.

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