Blickensderfer No. 5

1893 · Type Wheel · Werk 525 von 1.871

Blickensderfer No. 5, 1893, Type Wheel

A small aluminium typewriter with a single cylindrical type wheel in place of typebars, the wheel a short ribbed drum standing above the platen, an inking roller pressed against it, three straight rows of keys, each key cap bearing a single capital letter, the machine standing in its open wooden travelling case, the lid propped back on its hinges, a plain sheet of paper in the platen, the case set on a flat oak desk beside a window on the left, an early electric bulb in a green glass shade on a bracket above, a letter tray and a brass inkstand beside the case, a vertical cabinet and a roll-top desk beyond, the far reach of the office in dim grey with dark unlit figures at their desks.

Wofür es benutzt wurde
Die Blickensderfer No. 5 war eine tragbare Schreibmaschine aus Stamford in Connecticut, gebaut von George Canfield Blickensderfer, der bis 1889 die Grundlage seiner Maschine patentiert hatte. Sie erschien 1893, kostete fünfunddreißig Dollar, wog etwa zehn Pfund und hatte zweihundertfünfzig bewegte Teile. Statt einzelner Typenhebel trug sie ein einziges Typenrad aus Hartgummi, eine Walze von etwa 1 3/8 Zoll Durchmesser und 5/8 Zoll Höhe. Beim Tastenanschlag dreht sich das Rad auf das Zeichen, kippt nach unten, streift dabei eine kleine Farbrolle und schlägt aufs Papier - die Schrift ist dabei sichtbar. Die untere Tastenreihe lautete DHIATENSOR, die sogenannte "Scientific"-Anordnung; das Magazin Invention & Technology schreibt, diese Buchstaben machten siebzig Prozent des geschriebenen Englisch aus. In zwei Jahrzehnten verkaufte die Firma knapp zweihunderttausend Maschinen.
Was daran neu war
Nicht neu war das Typenrad: John Jonathan Pratt baute 1863 eine Maschine mit Typenrad, James B. Hammond brachte 1881 eine Maschine mit Typenträger auf den Markt, Lucien S. Crandall im selben Jahr eine mit Typenhülse. Neu war, was diese Bauart zusammen ergab: Ein Zeichenträger, den man wechseln kann, also andere Schriften und andere Alphabete auf derselben Maschine; Farbe von einer Rolle statt von einem Farbband; sichtbare Schrift; und ein Gewicht, mit dem man reisen kann. Der Widerhaken: Die Maschinen mit Typenhebeln wurden robuster, verhakten seltener und erwiesen sich mit den Jahren als schneller. Auch die Tastatur nach Buchstabenhäufigkeit setzte sich nicht durch; mit dem Blindschreiben verlor die Anordnung ihren Vorteil. Die elektrische Blickensderfer von 1902, hundertfünfundzwanzig Dollar mit einem Motor von 1/40 Pferdestärke, blieb ein Ladenhüter. Die Firma ging bankrott, Remington übernahm 1926 die Reste.

Was die Quellen offenlassen: Fast alle Zahlen stehen nur in einem Aufsatz des Magazins Invention & Technology; eine zweite Quelle wurde nicht gefunden. Die zweihundertfünfzig Teile sind dort als bewegte Teile angegeben und mit Gesamtteilzahlen anderer Maschinen nicht vergleichbar. Dass es gegen eine unterschriebene Erklärung auch eine QWERTY-Tastatur gab, sagt der Aufsatz für die Blickensderfer allgemein, nicht ausdrücklich für die No. 5.

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