Underwood No. 5

1900 · Frontstrike · Werk 527 von 1.871

Underwood No. 5, 1900, Frontstrike

A standard office typewriter with open sides showing its typebar segment, the typed line visible at the point of striking, a ribbon spool on either side above the frame, four straight rows of round keys, each key cap bearing a single capital letter, three keys worn pale and smooth, a plain sheet of paper in the platen, the black frame with a gilt decal on the front of the type basket reading "Underwood", the machine on a flat oak desk near a tall window on the left, an electric bulb in a green glass shade on a bracket above, a wire letter tray and a brass inkwell beside it, a bank of wooden card-index drawers and a roll-top desk behind, the office running into grey depth with dark unlit figures at the far desks.

Wofür es benutzt wurde
Die Underwood No. 5 war die Standardschreibmaschine des Büros im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts. Entworfen hat sie der deutsch-amerikanische Konstrukteur Franz X. Wagner; gebaut und verkauft hat sie die Firma von John T. Underwood. Die Typenhebel liegen vor der Walze und schlagen von vorn gegen sie, auf Höhe der Schreibzeile - der Schreiber sieht, was entsteht. Die Science Museum Group gibt die Fertigungszeit mit 1900/1901 bis 1931/1932 an und nennt fünf Millionen hergestellte und verkaufte Maschinen; die Bauform habe den Markt drei Jahrzehnte beherrscht, und um 1920 habe fast jede Schreibmaschine die Underwood nachgeahmt. Die Fertigung zog 1901 nach Hartford in Connecticut; bis 1911 reichte der Werkskomplex dort über mehrere Blocks an der Capitol Avenue.
Was daran neu war
Die erste Maschine mit sichtbarer Schrift war die No. 5 nicht; nach der Science Museum Group setzte ihre Bauform aber den Maßstab für alle späteren Handschreibmaschinen. Neu war also nicht ein Bauteil, sondern eine Festlegung: vier Tastenreihen mit Umschalter, Typenhebel vor der Walze, Farbband, Schreibzeile im Blick - und das alles in einer Form, die sich in großen Stückzahlen bauen und reparieren ließ. Danach sah fast jede Schreibmaschine so aus, bis IBM 1961 die Selectric brachte. Der Widerhaken steckt in den Namen. Derselbe Franz X. Wagner hatte um 1880 den Caligraph konstruiert - zweiundsiebzig Tasten, Anschlag von unten, verdeckte Schrift, also genau das Gegenteil. Und der Name auf fünf Millionen Maschinen gehört nicht dem Konstrukteur, sondern dem Kaufmann.

Was die Quellen offenlassen: Die fünf Millionen werden unterschiedlich zugeordnet: Die Science Museum Group bezieht sie auf die No. 5, Connecticut History schreibt, Underwood habe bis Ende der 1930er Jahre über fünf Millionen Schreibmaschinen hergestellt - also auf das ganze Haus. Dass Underwood vorher Farbbänder an Remington lieferte und Wagners Patent kaufte, als Remington eigene Farbbänder herstellte, steht nur bei der Science Museum Group.

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