A long room of identical flat-topped desks in ranks, an identical typewriter at every place, each key cap bearing a single capital letter, a wire basket heaped with plain paper beside every machine, a supervisor's raised desk on a low platform facing the rows from the far end, a plain round wall clock above it, the typists seen from behind, hair pinned up, sleeves rolled, dark unlit figures at the far desks, tall windows along the left wall letting in a flat grey light, electric pendant lamps with white glass shades hanging in a line down the centre of the ceiling, steel filing cabinets against the right wall, the ranks of desks receding into the depth of the room.
Wofür es benutzt wurde
Der Schreibsaal war ein Raum, in dem Maschinenschreiberinnen in Reihen an ihren Maschinen saßen und abschrieben, was ihnen gebracht wurde: Diktate, Stenogramme, Vorlagen. Wer den Text verfasst hatte, saß woanders. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum beschreibt die Arbeit dort als einförmig, anstrengend und laut; oft gesundheitsschädlich, mit Folgen wie Nervosität, Schwindel, Erschöpfung, Sehnenscheidenentzündungen und Gehörschäden; Klagen über enormen Arbeitsdruck finden sich nach dem HNF oft in Berichten der Zeit. Die Frauen kamen meist aus dem Bürgertum, zunehmend auch aus der Arbeiterschaft, weil die Stelle als Aufstieg galt. In Deutschland hatte sich die Zahl der Büroangestellten zwischen 1907 und 1925 fast verdoppelt, die Zahl der Frauen darunter verfünffacht. In den USA waren 1920 nach den Zahlen des Early Office Museum zweiundneunzig Prozent der Stenografen und Maschinenschreiber Frauen.
Was daran neu war
In diesem Raum war kein Gerät neu. Schreibmaschine, Stenografie und Diktat gab es seit Jahrzehnten. Neu war der Schnitt: Das Schreiben wurde von dem getrennt, der den Text verantwortet, und zu einer eigenen Abteilung zusammengezogen. Erst damit ließ sich Büroarbeit wie Fabrikarbeit einteilen. Der Widerhaken ist der Aufstieg, der keiner war. Das HNF hält fest, dass aus dem Schreibsaal selten jemand weiterkam; wer es schaffte, wurde Sekretärin einer Abteilungs- oder Direktionsleitung. Bezahlt wurde die Tätigkeit schlecht; nach dem HNF reichte der Verdienst junger Büroangestellter in den unteren Stufen meist nicht für einen eigenen Haushalt. Frauen verdienten zudem weniger als Männer: Für Philadelphia 1890 nennt das Early Office Museum 925,70 Dollar Jahresverdienst für männliche Büroangestellte und 433,12 Dollar für weibliche; Frauen insgesamt kamen dort auf 301,48 Dollar.
Was die Quellen offenlassen: Der Raum ist ein Typ, kein einzelnes Objekt; beschrieben ist der Schreibsaal der 1920er Jahre, wie das HNF ihn darstellt. Die amerikanischen Prozentzahlen führt das Early Office Museum auf Kwolek-Folland (1994) zurück, die Lohnzahlen auf Bjelopera (2005); die Bücher wurden nicht eingesehen. Die Lohnzahlen gelten für 1890. Angaben zur Besetzungsstärke eines Saals, zu Stücklöhnen oder Dienstordnungen wurden nicht gefunden.