The Frankfurt Hauptbahnhof train halls, three parallel iron barrel vaults meeting the sandstone frontage, the figure of Atlas shouldering a globe above the central gable clock.
Wofür es benutzt wurde
Der Centralbahnhof ersetzte drei getrennte Kopfbahnhöfe dreier Gesellschaften an der heutigen Gallusanlage: Taunusbahnhof, Main-Neckar-Bahnhof und Main-Weser-Bahnhof. Gebaut ab 1883 durch Philipp Holzmann, eröffnet am 18. August 1888, mit 18 Bahnsteiggleisen unter drei nebeneinandergestellten Hallen von je rund 56 m Spannweite, 186,40 m Länge und 28,60 m Scheitelhöhe; die Stadtfassade misst 206 m. Bis zur Fertigstellung des Leipziger Hauptbahnhofs 1915 galt er als größter Bahnhof Europas. Der Bau war für 18 Gleise ausgelegt und schon nach einer Generation zu klein: Von 1912 bis 1924 kamen zwei weitere Hallen und sechs Gleise hinzu. Sie folgten Schwedlers Konstruktionsprinzip, halbierten aber die Spannweiten nahezu, und die Scheitelhöhe sank auf rund 23 m.
Was daran neu war
Neu war nicht die Einzelspannweite. St Pancras hatte 1868 rund 73 m frei überspannt, Frankfurt kam auf rund 56 m je Halle (die bautechnische Fachliteratur nennt 55,75 m). Neu war die Reihung: drei baugleiche Dreigelenkbogenhallen nebeneinander zu einer durchgehenden dreischiffigen Halle. Auch der Dreigelenkbogen selbst war 1888 keine Neuerung; eine bautechnische Untersuchung führt Schwedlers Reihe von der Berliner Gasanstalt (1863, 32,95 m) über den Berliner Ostbahnhof (1866, 36,25 m) bis Frankfurt. Der Gewinn lag in der Fläche, nicht in der Weite: 18 Gleise unter einem Dach, alle in einer Ebene.