1900 · Carbon Duplicate Forms · Werk 530 von 1.871
A counter-top box of varnished wood holding two continuous paper rolls with a carbon sheet between them, a hinged writing plate laid over the top, a sheet of plain paper drawn across it, one copy tearing off along a serrated edge for the customer while the other winds onto a locked spool inside, a small brass lock on the side, a pen resting in the groove of the plate, the box on a shop counter near a window on the left, an electric bulb in a green shade above, a cash register and a letter tray beside it, the counter and shelving running back into the dim depth of the room.
Wofür es benutzt wurde
Der autografische Register war ein Kasten, der auf dem Ladentisch oder dem Schreibpult stand. In ihm liegen mehrere Papierrollen übereinander, dazwischen Kohlepapier. Der Verkäufer schreibt den Auftrag einmal auf den obersten Streifen; die Durchschläge entstehen von selbst. Eine Kurbel schiebt das Papier weiter, ein Streifen wird abgerissen und dem Kunden gegeben, ein zweiter bleibt im verschlossenen Kasten für den Inhaber. James Conwell Shoup aus New York meldete so ein Gerät am 14. Mai 1887 unter dem Namen "Autographic Register" zum Patent an; erteilt wurde es am 31. Oktober 1893 als US 507.760. Die Patentschrift beschreibt ein aufklappbares Gehäuse, ein Sichtfenster zum Ablesen des gespeicherten Streifens und ein Kurbelgetriebe; beansprucht werden in den zehn Ansprüchen Kombinationen aus Greifwalzen, Schreibplatten vor und hinter den Walzen, Ausgabewalzen, Streifenspeicher und Lochspitzen.
Was daran neu war
Der Durchschlag war nicht neu; Kohlepapier und Kopierpresse gab es längst. Der Registerhalt, bei dem vorgedruckte Formulare Zeile auf Zeile übereinander passen, kam erst später: Die Firmengeschichte der Standard Register Company nennt das Verrutschen der Lagen den Hauptmangel von Shoups Register und schreibt die Abhilfe Schirmer zu, der Kette und Zahnrad auf den Register anwandte und damit alle Lagen vorzudrucken erlaubte. Neu war vielmehr, was der Kasten verschließt. Der Widerhaken: Das Gerät sparte nicht nur Abschreibarbeit, es sah auch dem eigenen Personal auf die Finger - und das Beweisstück war die Handschrift des Schreibers selbst, daher "autografisch". Eine Lage schreibt er mit und kann sie nicht erreichen. Dasselbe verkaufte auch die National Cash Register Company: Ihr Katalog von 1898 führt solche Register für zehn bis vierzig Dollar, mit Rollen von etwa siebenhundert Zetteln, und bei den Summary-Modellen zeigt der eingeschlossene Streifen laufende Nummer, Kürzel des Verkäufers und Betrag.
Was die Quellen offenlassen: Die Patentdaten sind die Erteilungsschrift selbst. Die Firmengeschichte schreibt den autografischen Register schon für 1883 Shoup zu, vier Jahre vor seiner Anmeldung; ob damit ein früheres Gerät gemeint ist, bleibt offen. Dieselbe Darstellung nennt Schirmer an einer Stelle Theodore, an anderer Thomas - deshalb steht hier nur der Nachname. Die Preise von zehn bis vierzig Dollar stammen aus einer Wiedergabe des NCR-Katalogs von 1898 auf einer Sammlerseite, nicht aus dem Original.