National Cash Register Model 5

1892 · Cash Register · Werk 531 von 1.871

National Cash Register Model 5, 1892, Cash Register

An ornate cast brass cash register with scrolled foliage across its whole case, a marble ledge along the front, numeral flags standing up behind a glass window at the top, a bank of round keys in columns across the front, the cash drawer standing open and empty, its wooden compartments plain, the register on a wooden shop counter, a tall window on the left throwing hard light across the brass, an electric bulb in a green glass shade hanging above, a plain roll of wrapping paper and a pen tray on the counter, shelving and a roll-top desk further back, the room fading into grey depth.

Wofür es benutzt wurde
Die Registrierkasse stand auf dem Ladentisch und tat beim Tastendruck mehreres zugleich: Sie zeigte den Betrag auf aufklappenden Schildern an und öffnete die Geldschublade. Das Smithsonian National Museum of American History nennt den Grund ohne Umschweife: Es sei für Verkäufer und Schankwirte allzu leicht gewesen, einen Teil des eingenommenen Geldes zu behalten. Der Model 5 gehört nach der Systematik der Sammlerseite brassregisters.com zur Gruppe der "Detail Adders": Hinter der Tastatur stehen Reihen von Zählrädern, für jeden Betrag eines. Jeder Anschlag dreht das zugehörige Rad um eins weiter. Hersteller war die National Cash Register Company in Dayton in Ohio, die John H. Patterson 1884 für 6.500 Dollar übernommen und umbenannt hatte. 1886 verkaufte sie knapp tausend Kassen, 1892 fünfzehntausend.
Was daran neu war
Die erste Registrierkasse war sie nicht. Die Brüder Ritty in Dayton hatten die erste erfunden, James Ritty hatte sie 1879 patentiert, und die Firma, die den Model 5 verkaufte, war auf deren Patenten aufgebaut. Die Detail Adders hielten die einzelnen Verkäufe fest: Am Abend konnte der Inhaber ablesen, wie viele Verkäufe zu welchem Betrag gelaufen waren. Was die Maschine nicht konnte, war addieren, obwohl nach dem Smithsonian schon die erste Maschine der Rittys in einem verschlossenen Fach die Gesamteinnahmen zählte. Bei NCR kam das erst mit den späteren Gesamtzählern, den Modellen 30, 31 und 33, die alle Beträge in ein einziges Dollar-und-Cent-Zählwerk summierten. Darin steckt der Widerhaken: Eine Maschine, gekauft weil man dem Personal nicht traute, ließ das Rechnen beim Inhaber - er addierte jeden Abend die Räder von Hand und stellte sie zurück. Und die eigentliche Neuerung der Firma war nicht mechanisch: 1892 fuhr Patterson eine Verkaufsreise durch fünfzig Städte in einundfünfzig Tagen.

Was die Quellen offenlassen: Dünn. Für ein Modell "Model 5" mit dem Jahr 1892 wurde kein Museums-, Hersteller- oder Archivbeleg gefunden. Die Zuordnung zu den Detail Adders stützt sich allein auf die Systematik einer Sammlerseite, die die Modelle 0, 1, 2 bis 14, 17, 29 und weitere dort einordnet, ohne Jahre zu nennen. Die Zahlen 1.000 und 15.000 gelten dem Unternehmen, nicht dem Modell. Preis, Tastenzahl und Bauform sind nicht belegt.

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