The Stopwatch

1899 · Time and Motion Study · Werk 533 von 1.871

The Stopwatch, 1899, Time and Motion Study

A mill yard with a pile of pig iron and a wooden loading ramp, in the foreground a wooden observation board propped on a barrel, on the board a timing sheet ruled into columns for the elements of a single task, pencil marks part filling the columns, a stopwatch lying face up on the board with its brass case open, a pencil beside it, hard daylight from the left across the iron, rail wagons and the mill wall behind, dark unlit figures of labourers at the far end of the ramp.

Wofür es benutzt wurde
Die Stoppuhr der Zeitstudie war das Messgerät, mit dem Akkordlöhne festgesetzt wurden. Frederick Winslow Taylor schreibt in Shop Management, ihm sei 1883 als Werkmeister der Maschinenwerkstatt der Midvale Steel Company eingefallen, jedes einzelne Element einer Arbeit mit der Stoppuhr zu nehmen und die Teilzeiten zu addieren, statt in alten Zeitaufschrieben zu suchen und den Preis zu schätzen; danach richtete er eine eigene Abteilung für Zeitstudie und Lohnfestsetzung ein. Zwei Geräte muss man auseinanderhalten. Sanford E. Thompsons "watch book" hatte ein bis drei Uhren im Deckel verborgen, die mit den Fingern der linken Hand bedient wurden, ohne Wissen des Beobachteten. Taylors eigenes Brett trug die Uhr hinter einer aufgeschnittenen Klappe des Beobachtungsbogens sichtbar - dort, schreibt er, werde auf jede Heimlichkeit verzichtet.
Was daran neu war
Neu war nicht das Uhrwerk, sondern das Zifferblatt. Die Dezimalminuten-Stoppuhr der Zeitstudie hat ein kleines Blatt in ganzen Minuten und ein großes in Hundertsteln einer Minute, so die Begriffsbestimmung der Fachgesellschaft IISE im Glossar der Norm ANSI Z94.17. Taylor sagt in Shop Management auch, warum - die Uhr solle ein Dezimalblatt haben, um Schreibarbeit zu sparen. Die Neuerung war also arithmetisch: sie strich den Umrechnungsschritt, bevor die Zahlen zu einem Stücklohn addiert werden konnten. Der Widerhaken steht im Gesetzblatt. Das Heeresbudgetgesetz vom 4. März 1915 verbot, aus diesen Mitteln das Gehalt irgendeines Vorgesetzten zu zahlen, der mit Stoppuhr oder anderem Zeitmessgerät eine Zeitstudie an einem Beschäftigten der Regierung vornahm, und verbot im zweiten Teil auch Prämien und Boni.

Was die Quellen offenlassen: Das Jahr 1899 stammt nicht von Taylor: in den Principles of Scientific Management kommt es nicht vor. Charles D. Wrege und Richard M. Hodgetts führen es 2000 im Titel und halten Taylors Roheisen-Schilderung für falsch; Jill R. Hough und Margaret A. White räumen 2001 die Widersprüche ein und verteidigen die Geschichte als Überzeugungsarbeit. Ein Aufhebungsjahr für das Verbot von 1915 war nicht zu belegen.

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