Burroughs Class 3 Bookkeeping Machine

1911 · Bookkeeping Machine · Werk 536 von 1.871

Burroughs Class 3 Bookkeeping Machine, 1911, Bookkeeping Machine

A wide machine combining a typewriter keyboard with an adding mechanism, the keyboard in front, each key cap bearing a single capital letter, a bank of round numeral keys beside it in columns, a long statement form ruled into columns carried across its wide platen, several totalling registers ranged in a row along the back with small windows, a heavy return lever at the right side, the machine on a steel-framed desk beside a tall window on the left, an electric bulb in a green glass shade hanging above, plain ledgers and a wire tray beside it, steel filing cabinets and flat desks running back into the dim office with dark unlit figures at the far desks.

Wofür es benutzt wurde
Die Burroughs Class 3 war nach der Einteilung des Herstellers selbst keine Buchhaltungsmaschine, sondern die gewöhnliche Addier- und Listenmaschine des Hauses: "Einzelzählwerk, niedrige Tastatur, sichtbarer Druck", und laut The American Digest of Business Machines (1924) die Standardmodelle der Burroughs-Reihe, verkauft für alle gewöhnliche kaufmännische Arbeit. Buchhaltungsmaschine war bei Burroughs die Class 6: hohe Tastatur, blinder Druck, addierend, listend und unmittelbar subtrahierend, mit eigenen Tastenspalten für Folionummern und für Kurzzeichen, die den Charakter des gebuchten Postens neben den Betrag druckten. Verwendet wurde sie beim Buchen von Hauptbuch und Kontoauszug und in der Bankbuchhaltung. Wie gut Burroughs-Addiermaschinen gingen, zeigt eine Meldung von Januar 1911, die keine Klasse nennt: die Continental and Commercial National Bank in Chicago bestellte 100 Maschinen, meist elektrische, und kam damit auf 165 Burroughs-Maschinen - angeblich die größte Zahl von Addiermaschinen in irgendeiner Bank der Welt, schreibt das Fachblatt.
Was daran neu war
Neu war die Sichtbarkeit - für Burroughs. Bei den blind druckenden Modellen - den frühen Typen und den Klassen 1, 2 und 6 - saß der Wagen hinten, und, so der Digest von 1924, Posten und Summen waren beim Druck nicht sichtbar; der Wagen hing unten in Scharnieren und musste vom Druckpunkt weggeschwenkt werden, wenn man die Arbeit ansehen wollte. Bei der Class 3 lag der Papierwagen nach einer Burroughs-Anzeige von 1912 nur drei Zoll hinter der Tastatur, und Schreiben, Addieren und Drucken waren im gleichen Abstand vom Auge zu sehen. Erfunden hat Burroughs die Maschine nicht, sondern gekauft: der Digest führt sie auf die Pike Adding Machine Company in Orange, New Jersey, zurück, die Burroughs 1909 übernahm, und notiert die Überführung der Werkzeuge und Gesenke; das Smithsonian vermerkt zu seinem Stück von 1915, die Maschine sei dem Pike sehr ähnlich. In einer eigenen Anzeige vom Juli 1912 schrieb Burroughs, die Reihe Class 300 sei von den eigenen Erfindern der Firma entworfen und werde in der Burroughs-Fabrik gebaut.

Was die Quellen offenlassen: Keine geöffnete Erstquelle nennt 1911 als Einführungsjahr. Die Fachpresse kündigt die neue "Pike Visible" im Januar 1910 an und führt im Mai 1911 noch die Überschrift "High Desk Visible Burroughs - Pike"; 1911 geben Sammlungskataloge an. Eine Produktions- oder Verkaufszahl für 1911 war nicht zu finden. Der Titel "Bookkeeping Machine" passt nicht zur Klasseneinteilung des Herstellers, in der die Buchhaltungsmaschine die Class 6 ist.

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