A cast-iron screw press with a heavy wheel handle on a side table, a bound copying book of thin tissue leaves open beneath its plate, a damp cloth and a broad brush lying beside it, a bowl of water, one tissue page showing the faint mirrored ghost of a handwritten letter, the table beside a tall window on the left so the light passes through the tissue, a gas bracket with a frosted globe on the wall, a slant-top clerk's desk and a pigeonhole cabinet behind, brass inkwells and plain ledgers on the desks, the counting room fading into shadow with dark unlit figures at the far desks.
Wofür es benutzt wurde
Die Kopierpresse war das Gedächtnis des Kontors. Der Brief wurde mit Kopiertinte geschrieben, ein angefeuchtetes Seidenpapierblatt des gebundenen Kopierbuchs darauf gelegt, Buch und Presse zugeschraubt - und ein Teil der Tinte wanderte spiegelbildlich in das Seidenpapier, durch das dünne Blatt hindurch von dessen Vorderseite zu lesen. Granville Sharp schreibt 1852 in seiner Preisschrift über Erfindungen für das praktische Bankgeschäft, seit Einführung des Pennyportos habe das Briefwesen der Banken stark zugenommen und das Kopieren von Briefen sei zur täglichen Last geworden. Wie lange das hielt, zeigen die Belege, die JoAnne Yates in Control through Communication (1989) auswertet: die Illinois Central Railroad kopierte ausgehende Briefe mindestens von den späten 1850er Jahren bis 1896 in Pressbücher, die Scoville Manufacturing Co. tat es noch 1913. Schraubenpressen wurden noch 1950 angeboten, und W. B. Proudfoot berichtet 1972, in London habe ein Unternehmen Ende der 1950er Jahre noch Pressbücher geführt.
Was daran neu war
Neu war nicht die Kopie - Schreiber hatten Briefe jahrhundertelang abgeschrieben -, sondern dass die Kopie aus der Tinte des Originals selbst bestand. Zwischen Akte und Brief stand keine zweite Hand und damit kein zweiter Irrtum. Sharp nennt 1852 die Folge im selben Atemzug: weil die Pressen es so leicht machten, sei es am wenigsten mühsam und am sichersten, alles zu kopieren; früher, als von Hand abgeschrieben werden musste, hätten manche Kanzleien und Handelshäuser ihre Briefe in der Regel gar nicht kopiert. Der Preis dafür steht bei Sharp wenige Seiten vorher, unter der Überschrift "Ink": Briefe würden durch das Kopiermaschinenverfahren um die Hälfte der auf sie aufgebrachten Tinte beraubt. Die Maschine, die dem Haus sein Gedächtnis sichern sollte, beschädigte das Schriftstück, das das Haus verließ. Und Sharp macht die Probe daneben: eine 506 Jahre alte Urkunde in seinem Besitz zeige kaum Farbverlust, während moderne Tinte eines angesehenen Herstellers nach sechs Jahren schon deutlich blasser sei.
Was die Quellen offenlassen: Eine britische Patentnummer für Watts Kopierpresse von 1780 nennt keine der geöffneten Quellen; sie steht deshalb nicht im Text. Drei Granville Sharp zugeschriebene Sätze über das Anfeuchten des Papiers stehen nicht in der von mir gelesenen Ausgabe von 1852 und sind weggelassen. Eine zeitgenössische Klage über unlesbare Pressekopien war nicht zu finden; belegt sind Klagen über Tintenverlust, Auffinden und Zeitaufwand.