Edison's Electric Pen

1876 · Stencil Duplication · Werk 538 von 1.871

Edison's Electric Pen, 1876, Stencil Duplication

A stylus with a small electric motor mounted at its upper end, the motor a compact coil and armature driving a fine needle up and down, a wet cell battery in a glass jar on the desk with two cloth-covered wires running to the pen, a perforated stencil sheet held up to the window so light shows through the pinholes, a flat-bed frame with a roller beside it, the desk beneath a tall window on the left, a gas bracket with a frosted globe on the wall, a slant-top desk and a pigeonhole cabinet behind, brass inkwells and plain papers on the desks, the room running into shadow with dark unlit figures at the far desks.

Wofür es benutzt wurde
Der elektrische Stift war ein Vervielfältiger. In einem Handgriff trieb ein kleiner Elektromotor eine Nadel auf und ab, die beim Schreiben eine Schablone aus feinen Löchern in das Blatt stach; danach wurde in einer flachen Presse Farbe durch die Löcher gerollt. Die Anzeige, die der Geschäftsführer Charles Batchelor im Juli 1876 in der Publishers' Weekly schalten ließ, nennt Zwecke und Preis: Briefe, Rundschreiben, Preislisten, Marktnotierungen, Schriftsätze, Verträge, Karten, Architekturzeichnungen - 35 Dollar, Zahlung bei Lieferung. Western Electric schrieb 1884 im Katalog, der Apparat sei besonders für die Bedürfnisse von Eisenbahn- und Telegrafengesellschaften geeignet. JoAnne Yates hat den Gebrauch in den Büros der Illinois Central Railroad verfolgt: dort diente er ab 1876 für Mitteilungen, die nur Bedienstete sehen sollten, und bekam später die engere Aufgabe, in vorgedruckte Formulare die Lücken zu füllen - Stationsname, Datum, Name des alten und des neuen Agenten.
Was daran neu war
Was der Stift konnte und vorher keiner: eine Druckschablone von Hand in Schreibgeschwindigkeit herstellen. Die Patentschrift US 180.857 (angemeldet am 13. März 1876, erteilt am 8. August 1876) sagt es selbst - gelochte Muster kannte man vom Sticken und von der Freskomalerei, aber zum Schreiben taugten sie nicht, weil die Farbe nicht haltbar war und kein Mittel gefunden war, mit dem man von Hand rasch genug schreiben oder zeichnen konnte. Dazu kam ein elektrisches Gerät im Kontor, Jahre vor den ersten Stromnetzen - und das bremste den Absatz. Das Handbuch von Western Electric machte aus dem Schreiber einen Chemiker: Kaliumbichromat in Wasser lösen, Schwefelsäure zugeben, die Zinke nach einiger Zeit abwaschen und mit Quecksilber neu amalgamieren, die Flüssigkeit alle ein bis zwei Wochen erneuern, und die Batterie stets am Spülbecken bei laufendem Wasser neu füllen. Unbestritten war sein Anspruch nicht: 1877 musste er ihn in zwei Prioritätsstreiten verteidigen, gegen Henry Trueman und gegen Edward Stewart, und gewann beide. Die letzte Lizenzabrechnung, die er 1894 von Western Electric erhielt, lautete auf 6,63 Dollar.

Was die Quellen offenlassen: Die genannten 60.000 Stifte sind keine Verkaufszahl: der Satz stammt aus Sarah K. Boltons How Success is Won (1885) und sagt "über sechzigtausend jetzt in Gebrauch"; die Lizenzabrechnungen in den Edison Papers belegen nach Auswertung von FTL Design weniger als 4.000 Verkäufe. Die Nadelfrequenz gibt FTL Design nach dem Handbuch mit 50 Einstichen je Sekunde an; eine Angabe von etwa 135 steht in keiner der genannten Quellen. Die zitierten "15 Kopien in der Minute" fand ich nirgends.

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