A tall wooden desk whose upper structure is a honeycomb of small pigeonhole compartments, letters folded lengthwise and stood on edge in each, most compartments crammed full, a few letters leaning out, the roll top pushed back into its housing, a brass inkwell and a pen tray on the writing surface, a high stool before it, the desk beside a tall window on the left, a gas bracket with a frosted globe on the wall, a copying press on a side table and a slant-top desk behind, the counting room fading into shadow with dark unlit figures at the far desks.
Wofür es benutzt wurde
Vor den Aktenschränken war der Schreibtisch die Ablage. Der "Cabinet Office Secretary" der Wooton Desk Company in Indianapolis nahm Bücher und Papiere in Fächern auf, die rings um den Sitzenden standen. Die Firma bewarb ihn im Dezember 1874 im Indianapolis Journal als den vollständigsten Schreibtisch zur Ablage von Dokumenten, der je gebaut worden sei, gut geeignet für Kreisbeamte. Benutzt wurde er nach der Smithsonian-Monographie neben Kreisbeamten von Anwälten, Bankiers, Eisenbahnleuten, Zeitungsredakteuren und Erziehern; 1881 wurde einer für das Büro des Schulaufsichtsbeamten von Kansas im Kapitol gekauft. Spencer Baird, von 1878 bis 1887 Sekretär der Smithsonian Institution, besaß einen der Standardgüte und schrieb der Firma lange Briefe, weil er einen Tisch der einfachsten Güte (Ordinary) haben wollte, der einen 13 Zoll langen Bogen Kanzleipapier aufnähme; die Firma lehnte ab, sie sei mit der Auslieferung zu eilig für Änderungen im Innenausbau. Im Januar 1876 ging seine Bestellung dann doch durch.
Was daran neu war
Beansprucht war nicht das Fach, sondern der Korpus. Das Patent 155.604, "Improvement in Secretaries", erteilt am 6. Oktober 1874 an William S. Wooton, beschreibt einen Schrank aus drei Teilen: die beiden schmaleren sind an den breiten angeschlagen und dienen als Türen, und jeder der drei Teile trägt Fächer für Bücher und Papiere. Alles lag damit auf einmal in Reichweite und hinter einem Schloss. Ein Londoner Händler warb am 17. Mai 1884 im Graphic mit einhundertzehn Fächern, alle unter einem Schloss und Schlüssel. Allein war Wooton nicht: die Smithsonian-Monographie von Betty Lawson Walters nennt die Moore Combination Desk Company und ein Schrankschreibtisch-Patent von Coffin vom 23. März 1886, und Rollschreibtische standen gleichzeitig daneben, nicht danach. Den Widerhaken nennt dieselbe Monographie: in den 1890er Jahren, als Schreibmaschinen und Vervielfältiger mehr Schriftgut erzeugten, schien das Geschäft dem Wooton-Tisch entwachsen zu sein und kehrte zu kleineren Tischen mit Aktenschränken zurück. 1914 schreibt J. William Schulze über den Rollschreibtisch, der aus gut geführten Büros verschwinde: er werde zum Behälter für wichtige Papiere, die vergessen werden, und das meiste, was in den Fächern liege, gehöre in die Akten, wo jeder es erreicht, der es braucht.
Was die Quellen offenlassen: Die berühmten Besitzer stammen weitgehend aus den Katalogen der Firma selbst. Zu Grants Tisch vermerkt die Smithsonian-Monographie in einer Fußnote, in Grants Nachlass sei dazu keine Unterlage gefunden worden; Queen Victoria setzt die Kansas Historical Society selbst als "vielleicht" in Klammern, und die Monographie erwähnt sie nicht. Eine Fachzahl für eine bestimmte Güteklasse gibt keine Quelle; die 110 stehen in einer Händleranzeige.