A buff envelope closed with a string wound round a button, its face ruled into a grid of small boxes for successive names, most boxes bearing a handwritten line struck through with a single pencil stroke, the last two boxes at the bottom empty, the envelope lying on a blotter beside a wire tray, a pen and a brass inkwell, the desk beneath a tall window on the left, an electric desk lamp with a green glass shade, a typewriter on a stand and steel filing cabinets behind, the office reaching into shadow with dark unlit figures at the far desks.
Wofür es benutzt wurde
Der Umschlag trug Papiere innerhalb eines Hauses von Zimmer zu Zimmer, ohne Porto und ohne neuen Umschlag. Adressiert wird nicht auf einer Fläche, sondern in der nächsten freien Zeile eines Rasters; der Empfänger steht in der letzten beschriebenen Zeile, alle früheren Namen sind durchgestrichen. Die US-Bundesverwaltung führt ihn als Government Messenger Envelope, Formular 65, in mehreren Größen; die mittlere misst 9 3/4 x 12 Zoll. Im Dienst heißt er "holey Joe". Das Mail Management Handbook des U.S. Fish and Wildlife Service schreibt, er werde "repeatedly for internal mailings" benutzt, "multiple times until all lines for addressing to recipients are completed" - und nicht für Vertrauliches, weil der Inhalt durch die offenen Löcher zu sehen ist. Er spart Papier und verrät dafür, wer die Sache vor einem auf dem Tisch hatte.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist nicht der Umschlag, sondern seine Adressfläche: ein Raster von Feldern, das den Weg der Sendung mitschreibt, statt nur ein Ziel zu nennen. Dazu der Verschluss aus Schnur und Knopf, der sich beliebig oft öffnen und wieder wickeln lässt. Wie gewöhnlich dieser Verschluss schon war, zeigt die Patentschrift von Harry Levine (angemeldet 19. Februar 1938, erteilt 19. Mai 1942): Sie beansprucht nicht den Verschluss, sondern den aus 1 Stück Blech geformten Knopf mit Rille, und spricht von "string-closed envelopes of this character" - der Typ war 1938 längst üblich.
Was die Quellen offenlassen: Für 1920 selbst konnte ich keine zeitgenössische Beschreibung prüfen. Geprüft sind die heutigen Bundesvorschriften (Fish and Wildlife Service, NIH) samt GSA-Formularverzeichnis und die Patentschrift von 1938/1942. Die Zahl der Namenszeilen nennt keine dieser Quellen; ob der Umschlag 1920 das Raster schon trug, bleibt offen, ebenso, wer das Namensraster zuerst druckte.