The Paper Conveyor

1930 · Office Conveyor · Werk 554 von 1.871

The Paper Conveyor, 1930, Office Conveyor

A narrow moving belt running the length of a clerical floor at desk height, folders and envelopes carried along it, small hinged gates at each section where work can be lifted off, electric motors housed in a steel casing at the far end, the belt on steel supports between two ranks of flat desks, each desk with a typewriter and a wire tray, tall windows along the left wall letting in flat grey daylight, electric pendant lamps with white glass shades in a line down the ceiling, steel filing cabinets against the right wall, the belt and the desks receding into the depth of the room with dark unlit figures at the far desks.

Wofür es benutzt wurde
Ein Band, das Briefe, Aufträge und andere Papiere von einer Annahmestelle an die Schreibtische bringt. Die Patentschrift von Clinton D. Palmer (angemeldet 20. März 1913, erteilt 1. Dezember 1914, übertragen an Sears, Roebuck and Co.) beschreibt die Anlage als "intended particularly for use in large mercantile establishments for distributing letters, orders and other papers and documents from a given point to a plurality of desks or departments": Die Bänder laufen zwischen 2 Reihen von Schreibtischen, jedes endet gegenüber einem Tisch, wo eine Rutsche das Blatt abwirft. Welche Papierlast solche Häuser bewegten, nennt die HABS-Dokumentation des Sears-Werks in Chicago: Die Korrespondenzabteilung bearbeitete 1910 täglich 7.000 Briefe; im Verwaltungsgebäude waren es in den 1920er Jahren 70.000 am Tag. Die Förderanlagen für Waren im Merchandise Building liefen danach mit kleinen Änderungen bis zur Schließung des Werks 1987.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht der Antrieb, sondern die Geometrie. Palmers Anspruch 1 beansprucht eine Gruppe von Förderbändern mit "adjacent receiving ends and separated termini" und Mittel, die das Papier am Ende jedes Bandes abführen: Wohin ein Blatt geht, entscheidet sich dadurch, auf welches der Bänder es gelegt wird. Vorher trugen Boten oder Schreiber die Papiere an die Tische; mit der Anlage werden sie nach der Patentschrift entbehrlich. Hier wird der Platz am Band zur Adresse, und der Weg zum Schreibtisch ist gebaut statt gegangen.

Was die Quellen offenlassen: Zu einer Anlage des Jahres 1930 fand ich keine Beschreibung; geprüft sind die Patentschrift von 1913/14 und der HABS-Bericht zum Sears-Werk. Der Bericht nennt die Förderanlagen für Waren und die Brieflast der Korrespondenzabteilung getrennt; dass die Briefe über diese Bänder liefen, sagt er nicht. Längen und Geschwindigkeiten nennt keine Quelle. Wer zuerst ein Band durch ein Schreibbüro legte, fand ich nicht; Palmers Schrift ist eine belegte Bauform, nicht sicher der Anfang.

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