Glaspalast Muenchen

1854 · Iron and Glass Framing · Werk 56 von 1.871

Glaspalast Muenchen, 1854, Iron and Glass Framing

The Glaspalast in Munich standing in the old botanical garden, a three-aisled iron and glass hall with a raised central nave and slender riveted trusses spanning the exhibition floor.

Wofür es benutzt wurde
Gebaut für die Erste Allgemeine Deutsche Industrieausstellung im Alten Botanischen Garten, eröffnet am 15. Juli 1854; Architekt August von Voit, die Eisenkonstruktion lieferte die Maschinenfabrik Cramer-Klett in Nürnberg. Der Bauvertrag datiert vom 11. September 1853, fertig war der Bau im Sommer 1854 - rund neun Monate. Verbaut wurden über 37.000 Glastafeln und rund 1.700 t Gusseisen. Die Ausstellung zählte 6.798 Aussteller und knapp 200.000 Besucher; sie litt darunter, dass im Sommer 1854 in München die Cholera ausbrach, an der am 26. Oktober auch Königin Therese starb. Danach diente der Bau 77 Jahre als Ausstellungshalle der Münchner Kunstgenossenschaft und der Secession. In der Nacht zum 6. Juni 1931 brannte er vollständig aus. Mit ihm verbrannten rund 3.000 Kunstwerke, darunter die fünf Tage zuvor eröffnete Ausstellung "Werke deutscher Romantiker" mit 110 Gemälden.
Was daran neu war
Der Bau folgte dem Londoner Kristallpalast von 1851, kehrte dessen wichtigste Eigenschaft aber um: London war als Wanderbau gedacht und wurde tatsächlich abgebaut und versetzt, München blieb 77 Jahre am selben Platz und wurde zum ständigen Ausstellungshaus. Neu war für den Kontinent das Verfahren: eine vollständig vorgefertigte, genormte Glas-Eisen-Konstruktion auf einem Raster von 20 bayerischen Fuß (5,84 m), deren Eisengerüst in etwa zwei Monaten montiert war. Ob es der größte Glas-Eisen-Bau auf deutschem Boden war, sagt keine der geprueften Quellen ausdrücklich; belegt ist nur die Größenordnung über die Materialmengen. Der Widerhaken kam 1931: Der Bau galt als unbrennbar. Die Polizei vermutete Selbstentzündung getränkter Putzlappen, die Regierung von Oberbayern stellte Brandstiftung fest - eine Einstufung, die den Staat von Entschädigungen entlastete. Geklärt wurde die Ursache nie.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausCrystal Palace1851Das Historische Lexikon Bayerns nennt das Vorbild beim Namen: Voit entschied sich "in Anlehnung an den Crystal Palace in London" für eine vorgefertigte, genormte Glas-Eisen-Konstruktion in Rasterbauweise. Ausgeführt hat sie das Nürnberger Werk Cramer-Klett.Beleg: Historisches Lexikon Bayerns: Glaspalast, München · Zentralinstitut für Kunstgeschichte, MunichArtToGo: Der Glaspalast

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