A roll of perforated paper drawn across a horizontal row of steel needles on a drawloom, the paper pressed against the needle ends by a hinged board, the needles meeting a hole passing through it and the others pushed back, the holes punched into the paper in an irregular scattered pattern, the paper a soft cream tone against dark iron and worn oak, the silk warp rising out of frame above, a weaver's workshop in Lyon with daylight falling from a single high window, the loom timbers and cords behind the paper roll dissolving into soft grey.
Wofür es benutzt wurde
Basile Bouchon war ein Lyoner Handwerker, Sohn eines Orgelbauers, der 1725 das Muster eines Seidengewebes auf ein gelochtes Papierband schrieb. Der Zugjunge drückte das Band mit einer Handleiste gegen eine Reihe waagerechter Nadeln; wo kein Loch war, wurde die Nadel vorgeschoben, wo eines war, blieb sie stehen — so entschied die Lochreihe, welche Litzen und damit Kettfäden gehoben wurden. Die Vorlage für das Muster steckte damit in einer Reihe von Löchern, die man aufbewahren und wieder einlegen konnte. Das Science Museum in London hält zu Bouchons Nachfolger Falcon fest, dessen Webstuhl von 1728 sei "the first machine of any kind to be controlled by punch cards, following Frenchman Basile Bouchon's use of perforated paper rolls in 1725" — Falcon ersetzte das fortlaufende Band durch verkettete Karten.
Was daran neu war
Neu war, dass ein Arbeitsgang in einer auswechselbaren Vorlage stand, nicht in einer festen Walze: Die Drehorgel spielte, was ihr Zylinder vorgab, Bouchons Band konnte man abnehmen und ein anderes einlegen. Erfunden hat er die Steuerung über Löcher nicht aus dem Nichts — er übertrug das Prinzip der Musikautomaten auf den Webstuhl. Der Widerhaken: Das Muster wurde gespeichert, die Arbeit nicht abgeschafft. Das Science Museum vermerkt zu Falcons Webstuhl von 1728 ausdrücklich "A draw boy was still required to present the cards to the assembly of horizontal wires": Ein Junge musste die Vorlage weiter von Hand gegen die Nadeln drücken. Bis Joseph Marie Jacquard 1804 das Verfahren so verfeinerte, dass der Zugjunge entfiel, vergingen 79 Jahre.
Was die Quellen offenlassen: Zu Bouchon selbst gibt es keine eingesehene Primärquelle; die Angaben zu 1725 stehen in der Objektbeschreibung des Science Museum zu Falcons Webstuhl; der Beitrag des Computer History Museum nennt nur das frühe 18. Jahrhundert. Nach dem Biographical Dictionary of the History of Technology hatte Bouchon offenbar nur eine Reihe Nadeln, was die Musterbreite begrenzte; eine genaue Zahl nennt keine Quelle.