Powers' Simultaneous Punch

1911 · Mechanical Tabulation · Werk 573 von 1.871

Powers' Simultaneous Punch, 1911, Mechanical Tabulation

A punch that sets every hole of a card in a single stroke, a keyboard of levers set before it, the keys setting pins in a die and one pull driving them all through the card at once, the mechanism entirely of levers, rods and pins in bright steel and black iron, a card sitting in the die close to the lens, punched with round holes in a scattered pattern, the keyboard and its levers behind in soft focus, a punching room lit by daylight from a window.

Wofür es benutzt wurde
James Legrand Powers war Maschinenbauer in der Werkstatt des US Census Bureau; 1907 wurde er abgestellt, einen selbsttätigen Kartenlocher zu entwickeln. Sein Locher hatte 240 Tasten, die wie bei einer Schreibmaschine angeschlagen wurden - aber er lochte nicht beim Anschlag. Der Bericht des Census-Direktors vom 1. Dezember 1909 beschreibt es so: "All the necessary keys for punching a given card are set before any of the holes are actually punched. An error in setting a single key can thus be readily corrected, whereas formerly if an error was made the card had to be destroyed, although many holes might have been already punched in it." Im August 1909 wurden 300 dieser Locher zu je 250 Dollar in Auftrag gegeben; für die Volkszählung von 1910 lochten sie 63,5 von 93,5 Millionen Karten.
Was daran neu war
Neu war der Zwischenspeicher. Die Tastenanschläge wurden mechanisch gemerkt und erst auf einen Druck der Daumenleiste hin alle zugleich gestanzt; Powers beansprucht in Patent 992.246 ausdrücklich Mittel, "to punch a plurality of holes simultaneously". Damit war die Karte vor dem Loch korrigierbar und musste bei einer falsch gesetzten Taste nicht mehr vernichtet werden. Dann die Umkehr: 1911 verließ Powers die Behörde und gründete seine eigene Firma. Die Patente, die er im Amt eingereicht hatte, waren ihm persönlich erteilt worden und gingen mit. Seine Maschinen arbeiteten rein mechanisch statt elektrisch - unter anderem, wie das IEEE-Wiki schreibt, weil das "help circumvent Hollerith's patents" würde. Die Behörde selbst war unzufrieden: Truesdell notiert, der Locher sei trotz etwa 50 Prozent höherer Leistung "considered unsatisfactory" gewesen, weil er häufig mechanisch ausfiel. 1927 ging die Firma in Remington Rand auf.

Was die Quellen offenlassen: Wer Powers die Mitnahme der Patente erlaubte, ist nicht belegt: census.gov schreibt nur, er "held the patent", das IEEE-Wiki formuliert im Passiv ohne Akteur. Weder Behörde noch Beschluss noch Datum sind belegt. Lars Heide urteilt gegenläufig, Powers' Census-Maschinen seien "both were failures" gewesen. Für die Karte von 1910 nennt Truesdell 24 Spalten. Der Vorname schwankt in der Sekundärliteratur zwischen James und John.

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