Les Halles

1874 · Iron Pavilions with Glass Roof · Werk 58 von 1.871

Les Halles, 1874, Iron Pavilions with Glass Roof

Baltard's Les Halles in Paris, iron pavilions with glazed roofs and louvred ventilators, slender cast-iron columns rising from low brick-panelled bases, covered streets running between the pavilions, market produce stacked in wicker baskets and on wooden trestles under the slender column grid, horse-drawn carts and handcarts drawn up on a street paved with stone setts, porters in smocks and caps and market women in long skirts and shawls.

Wofür es benutzt wurde
Großmarkt für Lebensmittel im Zentrum von Paris: Metzger, Fischhändler, Käsehändler, Gemüsehändler, Tuchhändler. Victor Baltard und Félix Callet planten zwölf Pavillons; zwei nahmen im Oktober 1857 den Betrieb auf, zehn standen bis in die 1880er Jahre, die letzten zwei entstanden erst in den 1930er Jahren. Die Anlage bedeckte rund vier Hektar. Baltards erster Bau von 1853, der Pavillon der Geflügelhändler, hatte dicke Mauern und wurde von den Parisern "Fort des Halles" genannt; er galt als Fehlschlag, und erst danach durfte Baltard mit Glas, Gusseisen, Backstein und Eisen weiterbauen. Am Ende ging fast alles: Ab 1971 wurden die Pavillons abgerissen, um Platz für das Forum des Halles und die RER zu schaffen. Erhalten blieb ein einziger - Pavillon 8, der Pavillon für Eier und Geflügel, am 6. Januar 1976 nach Nogent-sur-Marne versetzt.
Was daran neu war
Neu war weniger die Konstruktion als der Typ: ein wiederholbarer Pavillon aus Gusseisen, Glas und Backstein, an den Seiten offen, über Straßen hinweg zu einer Anlage zusammengesetzt. Die französische Denkmaldatenbank des Kulturministeriums führt die Markthalle von Mirepoix (1885/86) ausdrücklich als Bau "du type Pavillon Baltard" mit Polonceau-Bindern. Wieviele Nachbauten es im Ausland gab, ließ sich nicht belegen; die Fachliteratur spricht pauschal davon, die Halles hätten "Dutzenden anderer Markthallen in Frankreich und in der Welt" als Vorbild gedient, ohne Städte zu nennen.

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