The Actuary's Deck

1935 · Mortality Tabulation · Werk 589 von 1.871

The Actuary's Deck, 1935, Mortality Tabulation

A card tray with a plain paper label on its end, the cards within divided by plain guide tabs at even intervals, cards with one corner cut ruled into columns with the digits 0 to 9 printed down each column and rectangular holes punched in a scattered pattern, a worn ledger open beside the tray on the desk, its pages showing ruled tables of figures as a fine grey texture, the tray and its tabs close to the lens, an insurance office desk in dark wood under a green-shaded desk lamp, the office behind in soft focus.

Wofür es benutzt wurde
Der Kartenstapel des Aktuars war die Kartei einer Lebensversicherung: für jede Police oder jeden Vorgang eine Lochkarte, aus der Deckungsrückstellung, Prämie und Darlehen gerechnet wurden. Wie das in der Praxis aussah, steht in den Prüfberichten staatlicher Versicherungsaufsichten, die die Fachzeitschrift Best's abdruckte. 1933 heißt es im Bericht über den Versicherungsverein Lutheran Mutual Aid Society, bei der Bewertung seien die Hollerith-Rückstellungskarten nach Jahr, Tarif und Eintrittsalter gruppiert worden; im Bericht über die Missouri State Life rechneten die Prüfer die Nettorückstellungen praktisch vollständig aus der Hollerith-Kartei neu. Ein Bericht von 1935 vermerkt, die Karteien der ausstehenden und gestundeten Prämien würden auf Hollerith-Maschinen geführt und wöchentlich mit der Buchhaltung abgestimmt, wobei Netto- und Bruttoprämie auf die Karte gelocht seien; Policendarlehen wurden von Hollerith-Maschinen aufgelistet und mit dem Hauptbuch abgeglichen.
Was daran neu war
Neu war weniger eine Maschine als eine Rolle: Die Lebensversicherer waren nicht Nachzügler, sondern Treiber. JoAnne Yates zeigt, dass sie zu den allerersten kommerziellen Anwendern gehörten, weil einzelne Häuser schon damals über eine Million Policen führten, die oft jahrzehntelang gültig blieben. 1895 erfand ein Aktuar der Prudential den Gore-Sortierer, der nach Yates alles übertraf, was Hollerith zu diesem Zeitpunkt an Sortiertechnik anzubieten hatte; 1901 entschied sich die Actuarial Society of America für diesen Sortierer statt für Holleriths Geräte, und wenige Monate nach dieser Absage brachte Hollerith seine eigene Sortiermaschine heraus. Die Prüfer von 1933 setzten an der Kartei selbst an, und der Bericht über die Lutheran Mutual Aid Society hält fest, dass auf den Karten einige Fehler gefunden und berichtigt wurden.

Was die Quellen offenlassen: Belegte Zahlen für die 1930er Jahre zu einem namentlich genannten Versicherer (Policen, Karten, Maschinen, Personal) wurden nicht gefunden. Die Prüfberichte in Best's nennen die geprüften Gesellschaften: 1933 die Lutheran Mutual Aid Society und die Missouri State Life, 1935 die Federal Life. Die einzige belastbare Zahlenreihe zu Metropolitan Life, die gefunden wurde, stammt aus den Jahren um 1954 bis 1957 und wird hier deshalb nicht verwendet.

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