Hollerith's Tabulator

1890 · Electric Tabulating Machine · Werk 567 von 1.871

Hollerith's Tabulator, 1890, Electric Tabulating Machine

A tall wooden cabinet carrying a panel of forty round counter dials in rows, each dial with two hands and a plain face in a brass bezel, a hinged press at the right where a single card is laid over a bed of mercury cups, spring pins in the upper jaw descending through the holes to the mercury beneath, wires running down to a battery on the floor, the card in the press close to the lens, a plain buff card punched with round holes in a scattered pattern, the rows of dials behind it dissolving into soft focus, the cabinet in dark oak, a census office in Washington lit by tall windows.

Die Volkszählung von 1880 hatte acht Jahre zur Auswertung gebraucht - die von 1890 war in gut zwei Jahren fertig. Zum ersten Mal war eine Verwaltungsaufgabe nur deshalb lösbar, weil eine Maschine sie übernahm. Aus der Firma, die daraus entstand, wurde IBM.

Wofür es benutzt wurde
Für die US-Volkszählung 1890 - Alter, Geschlecht, Herkunft, Beruf und Gebrechen von 62 Millionen Menschen. Danach für Versicherungen, Eisenbahnen und Statistikämter in ganz Europa.
Was daran neu war
Nicht das Zählen, sondern das SORTIEREN nach beliebigen Merkmalen ohne neues Durchgehen des Stapels. Hollerith hat den Wettbewerb des Census Office gegen zwei andere Verfahren gewonnen; entschieden hat nicht die Geschwindigkeit beim Zählen, sondern dass sich dieselben Karten immer wieder anders auswerten ließen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Jacquard Head1804Die gelochte Karte als Träger maschinenlesbarer Angaben stammt aus der Weberei.
  2. ErmöglichtThe Social Security Account1936Die Sozialversicherungsnummer von 1936 war ohne maschinelle Kartenverarbeitung nicht zu führen - dieselbe Technik, dreißig Jahre später und auf jeden Erwerbstätigen angewandt.
  3. Parallel zuThe Card Reader1836Beide lassen eine Maschine Löcher in Karten abtasten. Die ETHW hält aber fest, dass Hollerith von Babbages Arbeit nichts wusste, und sein eigener Bericht erwähnt die Jacquard-Karte nicht. Babbages Karten dienten später als Stand der Technik gegen Holleriths Patente.Beleg: Early Punched Card Equipment, 1880-1951 (Engineering and Technology History Wiki, IEEE) · Douglas W. Jones, Punched Cards: A brief illustrated technical history (University of Iowa)
  4. ErmöglichtThe Railway Waybill1935Im September 1896 schloss Hollerith einen Vertrag mit der New York Central: Kartenmaschinen für die Prüfung von bis zu vier Millionen Frachtbriefen im folgenden Jahr. Im April 1904 lochten die Kräfte der Bahn 428.502 Karten.Beleg: Early Punched Card Equipment, 1880-1951 (Engineering and Technology History Wiki, IEEE) · From Herman Hollerith to IBM (National Museum of American History, Smithsonian)
  5. Wirkt zusammen mitThe Hollerith Card1890Karte und Zählmaschine sind füreinander entworfen: Wo die Karte ein Loch hat, taucht ein gefederter Stift der Presse hindurch in ein Quecksilbernäpfchen, schließt einen Stromkreis und rückt ein Zählwerk um eins weiter. So beschreibt es das Computer History Museum.Beleg: Making Sense of the Census (Computer History Museum)
  6. Begegnung mitFerris Wheel Chicago1893Weltausstellung Chicago 1893: Die Maschine stand in der Ausstellung der Zensusbehörde, wo Zählbeamte vor dem Publikum Daten der Zählung von 1890 auszählten; für den Erfolg der Vorführung erhielt Hollerith eine Bronzemedaille. Auf derselben Ausstellung war das Rad die Hauptattraktion der Midway Plaisance, am 21. Juni eröffnet.Beleg: U.S. Department of Commerce Research Library: Championing Commerce at the World's Fair · Chicago History Museum: A Wheel With A View
  7. Begegnung mitYerkes Refractor1897Weltausstellung Chicago 1893. Nach der Bibliothek des US-Handelsministeriums zeigte die Zensusbehörde dort die elektrische Tabelliermaschine; Zählbeamte werteten vor Publikum Daten der Volkszählung von 1890 aus, Hollerith erhielt eine Bronzemedaille. In derselben Ausstellung stand das noch linsenlose Rohr des 40-Zoll-Refraktors für Yerkes.Beleg: U.S. Department of Commerce Research Library: Championing Commerce at the World's Fair (Census-Ausstellung, Hollerith, Bronzemedaille) · Linda Hall Library, Scientist of the Day: Alvan Graham Clark (Rohr des 40-Zoll-Refraktors auf der Weltausstellung 1893) · The Franklin Institute, Case Files: Herman Hollerith ('the 1893 Bronze Medal of the World's Fair')
  8. Wirkt zusammen mitThe Sorting Box1890Sortierkasten und Tabulator sind elektrisch gekoppelt: Laut Smithsonian hält ein elektrischer Riegel, der mit dem Tabulator verbunden ist, den Messingdeckel jedes der 26 Fächer, und ein Kabel führt vom Kasten zur Maschine. Ist eine Karte gelesen, springt ein Fach auf, und die Karte wird von Hand hineingelegt.Beleg: From Herman Hollerith to IBM (National Museum of American History, Smithsonian) · Case Files: Herman Hollerith (The Franklin Institute)
  9. Wirkt zusammen mitThe Pantograph Punch1890Das Smithsonian zählt zu Holleriths System eine Stanze, die die Angaben zu jeder Person in die leere Karte bringt, den Tabulator, der die Karten liest und die Angaben summiert, und den Sortierkasten. Die Stanze war die Pantographen-Stanze, beim Zensus 1890 benutzt, ihre Platte mit dem Namen des Systems beschriftet. Die gelochten Karten gingen dann in den Tabulator.Beleg: From Herman Hollerith to IBM (National Museum of American History, Smithsonian) · Hollerith 1890 Census Tabulator (Columbia University Computing History)