The forty inch Yerkes refractor in its Williams Bay dome, long steel tube on an equatorial mount above a rising wooden observing floor raised on screw jacks.
Wofür es benutzt wurde
Der Refraktor ist das Hauptinstrument des Yerkes-Observatoriums in Williams Bay, Wisconsin, das die University of Chicago am 21. Oktober 1897 einweihte. Betrieben wurde es von Universitätsastronomen; Frank Schlesinger etwa maß damit Sternparallaxen, also die Entfernungen naher Sterne. Das Glas war nicht für Chicago bestimmt: Die University of Southern California hatte bei Alvan Clark and Sons ein 40-Zoll-Teleskop bestellt, der Bankier E. F. Spence hatte 50.000 Dollar zugesagt. Als die Wirtschaft in Südkalifornien einbrach, zerfiel das Projekt; das Glas war da schon bestellt. George Ellery Hale holte es nach Chicago und gewann den Straßenbahnunternehmer Charles T. Yerkes als Geldgeber. Das Rohr stand schon 1893 auf der Weltausstellung in Chicago.
Was daran neu war
Die Linse von Alvan Clark and Sons misst 40 Zoll (102 cm). Laut University of Wisconsin sammelt sie rund 25 Prozent mehr Licht als der 36-Zoll-Refraktor der Lick-Sternwarte, bis dahin der größte. Das Teleskop gilt bis heute als größter Refraktor der Welt; nur die Schaulinse der Pariser Weltausstellung 1900 war mit 1,25 m größer und wurde danach zerlegt. Mit ihm endete zugleich die Linie der großen Linsenfernrohre. Nach dem Mount-Wilson-Observatorium hätte eine größere Linse unter ihrem Gewicht durchgehangen oder zu viel Licht geschluckt. Hale selbst setzte schon auf Spiegel: Den Rohling für einen 60-Zoll-Spiegel hatte sein Vater vor der Einweihung gekauft. 1908 ging dieses Teleskop am Mount Wilson in Betrieb.
Zusammenhänge
Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.