The Pantograph Punch

1890 · Card Punching · Werk 568 von 1.871

The Pantograph Punch, 1890, Card Punching

A pantograph card-perforating instrument on a desk, a flat template plate on the left pierced with a grid of small holes in ruled groups, a card holder on the right holding a plain buff card, a long pivoted arm linking the two so that a pointer placed in a template hole makes a round perforation in the card at the matching position, the tool in black iron with brass fittings, the card and the template close to the lens, a clerk's hand on its wooden handle, the desk in a census office under daylight from a window, the room behind the instrument out of focus.

Wofür es benutzt wurde
Der Pantograf-Locher war die Maschine, mit der die Angaben der Zählbögen in Lochkarten kamen. Er war etwa so groß wie ein Schreibmaschinentablett. Vorn lag ein Schablonenbrett aus Zelluloid mit zwölf Reihen von je zwanzig Löchern, jedes mit einem Kürzel für eine Frage und ihre Antwort; darüber schwang ein spitzer Zeiger. Setzte die Bedienung den Zeiger in eines dieser Löcher, so stanzte hinten der Stempel - nach dem Pantografenprinzip - das entsprechende Loch in die Manilakarte. Zur Kontrolle gab es ein Lesebrett in Kartengröße, auf dem bei jedem Loch das zugehörige Kürzel durchschien. Nach Martin 1891 wurde "a large part of the punching ... done by women clerks".
Was daran neu war
Neu war, dass das Lochen von Hunderten Karten am Tag körperlich durchzuhalten war. Beim Baltimore-Vorversuch hatte Hollerith die Löcher noch mit einem gewöhnlichen Fahrscheinlocher geschlagen; nach dem IEEE-Wiki waren Hand und Arm danach "nearly paralyzed". Der Pantograf übersetzte große Handbewegungen in kleine Stempelwege und zeigte auf der vergrößerten Schablone zugleich, wo das Loch hingehörte. Das Census Office kalkulierte mit 500 Karten je Kraft und Tag; tatsächlich wurden es 700, und Martin berichtet von besonders geübten Lochkräften, die zwischen 9 und 16 Uhr 1.100 Karten mit insgesamt 18.700 Löchern schafften. Die Verbesserung verdarb dabei die eigene Rechnung in die richtige Richtung: Weil die Ersparnisschätzung auf 500 Karten beruhte, fiel die Ersparnis um 40 Prozent höher aus als erwartet.

Was die Quellen offenlassen: Eine ausdrückliche Begründung Holleriths, warum er einen Pantografen und keine Schreibmaschinentastatur baute, wurde nicht gefunden; Martin zieht den Tastaturvergleich 1891 im Gegenteil zustimmend. Die Stückzahl der 1890 eingesetzten Locher ist nicht belegt. Die geografische Kennung der Karte wurde nicht mit dem Pantografen geschlagen, sondern mit einer zweiten Maschine, der gang punch, in drei bis sechs Karten gleichzeitig.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitThe Hollerith Card1890Der Locher trägt eine Schablone mit den Rubriken der Volkszählung von 1890, dahinter sitzt der Halter für die Karte. Ein hinten gelagerter Arm fährt mit einer Spitze in ein Loch der Schablone und stanzt mit der anderen das zugehörige Loch in die Karte. Die Schablone ist mit "The Tabulating Machine Company" beschriftet.Beleg: Smithsonian National Museum of American History: Hollerith Pantograph Card Punch

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