The Card Reader

1836 · Jacquard Cards · Werk 488 von 1.871

The Card Reader, 1836, Jacquard Cards

An engineering drawing of a card reading mechanism taken from the Jacquard loom, ink on cream paper, plan and elevation, a chain of stiff punched cards laced edge to edge shown running over a square prism, each card pierced with a grid of round holes, rows of blunt needles held above the cards on a hinged frame, ruled dimension lines, the title block a plain ruled box, the sheet laid flat on a grey studio table, even flat light from directly above.

Wofür es benutzt wurde
Die Kartenapparate der Analytical Engine lasen die Lochkarten, die der Maschine sagten, was zu tun war. Menabrea, dem Babbage den Entwurf 1840 in Turin erklärte, unterscheidet drei Sorten: Operationskarten, die das Rechenwerk auf Addition, Subtraktion, Multiplikation oder Division stellen; Variablenkarten, die angeben, auf welchen Spalten des Speichers gearbeitet wird; Zahlenkarten, die eine Zahl direkt auf eine Spalte setzen. Die Karten hingen aneinander wie die Kartenkette eines Jacquard-Webstuhls; Löcher ließen Hebel durch, voller Karton sperrte sie. Jede Kette hatte ein eigenes Zählwerk und konnte vor- und zurücklaufen, unabhängig von der anderen.
Was daran neu war
Die Lochkarte selbst kam vom Webstuhl. Neu war, was sie hier steuerte: In den frühesten Entwürfen stand an ihrer Stelle eine Stiftwalze; Bromley schreibt, die Karten seien eingesetzt worden, um die offenkundige Unbeweglichkeit der Walze zu überwinden. Damit war das Programm beliebig lang, und weil die Ketten rückwärts laufen konnten, waren Schleifen möglich. Ein genaues Datum für die Einführung der Karten geben die hier geprüften Quellen nicht: Die Zeichnungsserie zur Analytical Engine im Science Museum beginnt im September 1834 und endet am 6. März 1849, Bromley beschreibt den Stand von Anfang 1838. Gebaut wurde kein Kartenapparat; es blieben Zeichnungen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Jacquard Head1804Babbage übernahm den Kartenmechanismus ausdrücklich vom Jacquard-Webstuhl. Ada Lovelace formulierte den Zusammenhang 1843: die Maschine webe algebraische Muster, wie der Jacquard-Webstuhl Blumen und Blätter webe.
  2. Wiederentdeckt inThe Drawings Catalogued1985Die Analytical Engine hatte auf die Rechner der vierziger Jahre praktisch keinen Einfluss. Ihre Bedeutung entstand erst, als die Zeichnungen ab den siebziger Jahren wieder gelesen wurden.
  3. Parallel zuLudgate's Analytical Machine1909Ludgates Maschine wird ebenfalls von einem gelochten Band gesteuert, das er Formelpapier nannte. Er schrieb selbst, Babbages Schriften hätten ihm erst in den fortgeschritteneren Stadien geholfen; Randell hält seine Arbeit weitgehend für eigenständig. Unabhängig, soweit die Quellen reichen.Beleg: Computer Pioneers: Percy E. Ludgate (IEEE Computer Society) · Ludgate, Percy (Dictionary of Irish Biography, Royal Irish Academy)
  4. Wirkt zusammen mitThe Mill1837Menabrea unterscheidet 1842 zwei Hauptarten von Karten: die einen bestimmen die Operationen, die anderen die Variablen, auf die sie wirken. Ada Lovelace schreibt in Note B, die Operationskarten versetzten das Mahlwerk nacheinander in den Zustand für die jeweilige Rechenart. Die Zahlen selbst kommen aus dem Speicher.Beleg: L. F. Menabrea, Sketch of the Analytical Engine (1842), übersetzt von Ada Lovelace 1843 (Classics in the History of Psychology, York University) · Ada Lovelace, Notes by the Translator, Note B (Classics in the History of Psychology, York University)
  5. Wirkt zusammen mitThe Store1837Menabrea 1842: Die Zahlen wandern, den Befehlen gehorchend, die der Maschine durch die Karten übermittelt werden, abwechselnd vom Mahlwerk in den Speicher und vom Speicher ins Mahlwerk.Beleg: L. F. Menabrea, Sketch of the Analytical Engine (1842), übersetzt von Ada Lovelace 1843 (Classics in the History of Psychology, York University)

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