A card reader drawing cards through at hundreds a minute, the deck in the hopper visibly shrinking, cards with one corner cut ruled into columns with the digits 0 to 9 printed down each column and rectangular holes punched in a scattered pattern, the hopper and the brush contacts close to the lens, thick cables running from the reader to the computer frames, magnetic tape cabinets standing along the wall behind in soft focus, a computer room lit by fluorescent tubes, the cards buff against grey enamel.
Wofür es benutzt wurde
Der IBM 704 war ein Großrechner für technische und wissenschaftliche Rechnungen; das Computer History Museum nennt "a $2M price tag and weighing over 30,000 lbs" und 123 Kunden. Seine Lochkarten las ein Gerät vom Typ 711. Das Handbuch von 1955 gibt an: Modell 1 liest 150, Modell 2 liest 250 Karten je Minute; gestanzt wurde mit 100 Karten je Minute. Vom Kartenbild kam nur ein Teil im Rechner an: "Only 72 columns of the standard IBM card, however, can be read into core storage" — die zugehörige Abbildung beschriftet die Spalten 73 bis 80 als "Unused Columns". Der Grund war die Wortlänge: Jede Kartenzeile wurde in zwei Wörter von je 36 Bit gelesen, und zweimal 36 ergibt 72.
Was daran neu war
Das Bemerkenswerte an diesem Kartenleser ist seine Nebenrolle. Im Handbuch von 1955 steht am Anfang des Kartenkapitels: "IN MOST applications magnetic tape is used as the principal input medium." Karten blieben für kleine Mengen, "where the volume of input is sufficiently small to permit an economical operation". Dasselbe Handbuch führt ein eigenes Kapitel "PERIPHERAL EQUIPMENT": Der Typ 714 las Karten auf Band, der Typ 717 druckte vom Band — Geräte ohne Rechner, die dem 704 die langsame Arbeit abnahmen. IBM Archives nennt den Grund: Wer nicht das ganze System mit "the relatively slow printing or punching" belegen wollte, schrieb ein Band und hängte es an Drucker oder Stanzer. Der Widerhaken: Das Unternehmen, dessen Geschäft die Lochkarte war, baute den 704 so, dass die Karte möglichst nicht in seine Nähe kam.
Was die Quellen offenlassen: Monatsmiete und Datum der ersten Installation des 704 waren nicht zu belegen; IBM Archives nennt nur Ankündigung (7. Mai 1954) und Rücknahme (7. April 1960). Die Zahl 123 steht beim Computer History Museum als Zahl der Kunden, in anderen Darstellungen als Zahl der gebauten Maschinen — das ist nicht dasselbe. Das Handbuch liegt nur als Scan vor.