The Rectangular Hole

1928 · 80-Column Card · Werk 575 von 1.871

The Rectangular Hole, 1928, 80-Column Card

A stiff buff card with one corner cut, ruled into eighty narrow columns with the digits 0 to 9 printed down each column, rectangular holes punched in a scattered pattern, the column numbers printed minutely along the lower edge, the card lying flat close to the lens, the small rectangular holes crisp and evenly spaced, a second card beside it showing the same layout, a tabulating machine bed behind in soft focus, an office table lit by daylight from a window.

Wofür es benutzt wurde
Die rechteckige Lochung war der Kern der IBM-Karte von 1928. Auf gleich großer Pappe - 7⅜ auf 3¼ Zoll wie bei der bisherigen 45-spaltigen Karte - trug sie 80 Spalten, also 78 Prozent mehr Platz. Dafür mussten die Spalten enger stehen, und engere runde Löcher hätten zwei Dinge verdorben: die Kontaktzeit beim Abtasten und die Festigkeit der Karte. Das Patent sagt es selbst: Um die nötige Kontaktzeit zu halten, "the holes are elongated in the direction of card feed", und diese Form und Teilung bewirke "considerable resistance to tearing". Thomas J. Watson hatte zwei Erfinder konkurrieren lassen, Clair D. Lake und J. Royden Pierce; James W. Bryce begutachtete und empfahl Lakes Entwurf, Watson entschied sich dafür.
Was daran neu war
Neu war ein Loch, auf das man ein Patent bekam. US-Patent 1.772.492, angemeldet am 20. Juli 1928 und erteilt am 12. August 1930, hat genau zwei Ansprüche, und beide betreffen allein die Lochform: Anspruch 1 die länglichen Öffnungen, Anspruch 2 die rechteckigen. Damit war das Format der Konkurrenz versperrt. Lars Heide schreibt, Spalten hätten sich verdichten lassen, ohne IBMs Patent zu verletzen, "as this only covered rectangular or oblong perforations"; Remington Rand wich mit einer 90-spaltigen Karte und runden Löchern aus. Die Umkehr kam vom Gericht. Im Kartellverfahren gegen IBM, entschieden am 2. Dezember 1935, ging es um die Mietklausel, nach der jede Nutzung fremder Karten den Vertrag beendete - und dort galten die ungelochten Karten dem Gericht als "entirely unpatented articles".

Was die Quellen offenlassen: Geschützt war die Lochgeometrie, nicht die Karte als Handelsware; wer schreibt, IBM habe ein Patent auf die Karte gehabt, verkürzt. Das Bestätigungsurteil des Supreme Court von 1936 war nicht abrufbar - belegt ist nur die Entscheidung des Bezirksgerichts vom 2. Dezember 1935. Zum Jahr der 90-spaltigen Karte von Remington Rand nennt Heide 1929, das IEEE-Wiki 1930. "Verdopplung" ist Werbesprache: 80 zu 45 sind 78 Prozent mehr.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Hollerith Card1890IBM kannte die Rundloch-Karte genau und änderte sie. Bis in die späten 1920er Jahre hatte sie 45 Spalten mit runden Löchern. Gegen den Gegenvorschlag, das Rundloch zu behalten, setzte sich 1928 Clair D. Lakes kleineres, rechteckiges Loch durch: 80 Spalten, Löcher von etwa 1 x 3 mm.Beleg: Computer History Museum (IBM 1401 restoration): Who invented the 80 column rectangular hole punched card? · Columbia University Computing History: Early Card Punch Machines

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