The Tape Cabinet

1958 · Magnetic Tape · Werk 596 von 1.871

The Tape Cabinet, 1958, Magnetic Tape

A row of magnetic tape drives with reels turning in short jerks, the tape threading through vacuum columns, a full reel on the nearest drive, a bare card trolley pushed against the wall beside the drives, a stray punched card lying on the trolley close to the lens, a stiff buff card with one corner cut and rectangular holes punched in a scattered pattern, the brown tape and the metal reel hubs catching the light, the drives in grey enamel with glass doors, the row receding into soft focus, a computer room lit by fluorescent tubes.

Wofür es benutzt wurde
Im Bandschrank lag, was ein Betrieb wusste. IBMs Handbuch für Magnetbandeinheiten von 1962 beschreibt die Spule: 10½ Zoll Durchmesser, 2400 Fuß Band, eine volle Spule wiegt etwa vier Pfund und trägt "data equivalent to that in 200,000 fully punched IBM cards". Geschrieben wurde mit 200, 556 oder 800 Zeichen je Zoll, bei 36, 75 oder 112,5 Zoll Band je Sekunde. Dazu gehörte eine Verwaltung: "A tape library may contain a few hundred reels or several thousand reels of magnetic tape" — mit Bandbibliothekar, Formularen für FILE HISTORY und REEL HISTORY, einem festen Etikett an jeder Spule und Regeln für den Maschinenraum, der alle 24 Stunden gesaugt werden sollte und in dem nicht geraucht werden durfte.
Was daran neu war
Neu war das Verhältnis von Umfang zu Platz: vier Pfund Band für 200.000 Karten. Robert Garner und Frederick Dill nennen einen Fall: "Time-Life transferred 40 million punched card subscriber records to just several hundred magnetic tapes." IBM selbst schreibt, ab den frühen 1950er Jahren habe das Magnetband die Datenverarbeitung beschleunigt und "eliminated the need for massive stacks of punched cards as a data storage medium". Der Widerhaken ist doppelt. Das Band traf das eigene Geschäft: Lochkarten machten nach IBMs Firmenhistorie Mitte der 1950er Jahre "roughly 20% of IBM's revenue and 30% of its bottom line", und Garner und Dill schreiben, IBMs Planungsteam habe vor der Ankündigung des IBM 1401 "not considered the full impact of the tape option on customers". Und ein winziger Fehler im Band wog schwerer als eine zerknickte Karte: Nach IBMs Handbuch können "small imperfections that result in lost data ... cause an entire series of computations to be repeated".

Was die Quellen offenlassen: Die Jahreszahl 1958 ist keiner Bandeinheit sicher zuzuordnen: IBM Archives führt die IBM 729 Modell 1 als Zubehör des am 2. Januar 1957 angekündigten 709; eine Zusammenstellung bei Ed Thelen datiert Modell III auf etwa September 1957 und Modell II und IV auf den 30. Dezember 1958. Angaben zur Kapazität je Spule gelten nur zusammen mit der Schreibdichte.

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