The Great Market Hall in Budapest, a steel-framed nave with iron galleries running above the stalls, Zsolnay tiles patterning the steep roof, turrets flanking the arched entrance front.
Wofür es benutzt wurde
Zentrale Markthalle für die Versorgung Budapests, eröffnet am 15. Februar 1897 zusammen mit vier kleineren Hallen. Knapp 1.800 Verkaufsplätze auf einem Hektar, im Keller Kühlkammern, Kessel- und Maschinenhaus. Am Eröffnungsvormittag läutete die Bahnglocke, und der erste Lebensmittelzug fuhr in die Halle ein. Die Ware kam auf drei Wegen: Donauschiffe legten am Kai an, ein 120 Meter langer Tunnel führte in den Hallenkeller; vom Güterbahnhof am Donauufer lief ein Industriegleis bis ins Gebäude, die Züge durften aber ausschließlich nachts fahren; dazu der Straßenverkehr. Der Bau kostete 1,9 Millionen Forint, fast so viel wie die vier anderen Hallen zusammen. Ein gutes halbes Jahr vor der Eröffnung, am 30. Juli 1896, brannte der mittlere Teil des Dachs ab.
Was daran neu war
Die Halle konnte Schiff, Bahn und Straße gleichzeitig bedienen, und das war keine Zufallslösung: Die Stadt schrieb die Lage des Gleises, die Zahl der Verkaufsplätze und den Tunnel zur Donau bereits in der Ausschreibung vor. Neun Entwürfe kamen aus dem internationalen Wettbewerb, drei erste Preise gingen an französische, deutsche und ungarische Architekten; gebaut wurde nach Samu Pecz. Neu war nicht die Bauform - Markthallen aus Eisen und Glas gab es seit Jahrzehnten -, sondern der eingebaute Umschlag. Er half nur begrenzt: Die Halle galt bald als zu klein und stand 37 Jahre in der Kritik, bis der Großhandel ganz aus ihr heraus in den neuen Nagyvásártelep verlegt wurde.