1948 · Rotating Magnetic Storage · Werk 612 von 1.871
A heavy brass cylinder mounted horizontally, its surface coated with a dull brown-black oxide film, spinning so fast that its surface blurs into a smooth band, a comb of read heads mounted in a straight row along its length on a plain steel bar, each head a small block with a fine wire lead, the gap between the heads and the drum surface thinner than a hair, the drum end plate turned bright brass, seen close so the drum and its comb of heads fill the frame, a single soft light from behind the drum silhouetting the row of heads, deep black behind.
Wofür es benutzt wurde
Die Magnettrommel war ein rotierender Zylinder mit magnetisierbarer Schicht, um den herum feste Schreib-Lese-Köpfe standen, ein Satz je Spur. Nichts bewegte sich außer der Trommel; die längste Wartezeit war eine Umdrehung. Gebaut wurden solche Trommeln bei Engineering Research Associates in St. Paul für die Kryptologen der US-Marine. Nach dem Bericht des Marineoffiziers David Boslaugh hatte das Bureau of Ships schon 1946 einen Auftrag erteilt, binäre Speicherung auf rotierenden Trommeln zu untersuchen. ERA probierte zuerst Eisenpulver in Leim, dann aufgeklebtes Tonband, dessen Enden sich hochrollten; am besten wirkte eine magnetische Flüssigkeit von 3M, aufgespritzt wie Farbe. 1948 lieferte ERA zwei brauchbare Trommeln aus.
Was daran neu war
Der Schritt von 1948 war kein neuer Körper, sondern eine Schaltung: ERA-Ingenieure fanden eine Beschaltung, mit der sich einzelne Stellen der laufenden Trommel löschen und neu beschreiben ließen. Vorher hieß Schreiben, den Bestand als Ganzes zu opfern - damit war die Trommel ein Band mit Rundlauf, danach ein Speicher. Wer die Trommel zuerst hatte, ist nicht zu entscheiden: Gustav Tauschek ließ 1932 einen frühen, nicht rotierenden Entwurf patentieren, Andrew Donald Booth entwarf um 1946 in London einen Versuchs-Trommelspeicher, der VIP Club nennt Arnold Cohen und Sid Rubens als Patentinhaber der rotierenden Trommel. Der Haken blieb die Umdrehung: Wie schnell eine Maschine lief, hing davon ab, wo der nächste Befehl auf der Trommel lag. Beim späteren IBM 650 verteilte ein eigenes Programm, SOAP, die Befehle so, dass sie rechtzeitig unter dem Kopf ankamen.
Was die Quellen offenlassen: Zur Frühgeschichte der Trommel nennen die eingesehenen Quellen verschiedene Namen, ohne einander ausdrücklich zu widersprechen: Tauschek 1932 (Computer History Museum), Booth in London (Science Museum, nur für dieses Versuchsgerät von "um 1946", ohne Kapazitätsangabe), Cohen und Rubens (VIP Club, eine von Univac-Veteranen betriebene Seite). Keine der Quellen nennt Patentnummern für Booth oder Cohen/Rubens.