A threading needle finer than a sewing needle held in the collet of a small pin vice, a single strand of fine copper wire passing through its eye, its point poised at the hole of one tiny ferrite ring among a dense regular grid of thousands, the nearest rings sharp and the grid beyond falling into soft blur, the pin vice of plain knurled steel, extreme close-up so the needle tip and the one ring fill the frame, soft backlight coming through the matrix behind and glinting off the needle, everything else pure black.
Wofür es benutzt wurde
Die Einziehnadel war das Werkzeug der Kernspeicherfertigung. Mit ihr wurde der Draht durch den Ferritring geführt, durch ein Loch, das das Computer History Museum mit dem Durchmesser einer Bleistiftmine vergleicht. Frühe Ringe hatten nach derselben Quelle ein Sechzehntel Zoll Durchmesser, also etwa 1,6 Millimeter. Eine Ebene mit 64 mal 64 Ringen verlangte vier Drähte durch jeden einzelnen Ring, also über 16.000 Durchführungen je Ebene. Der Ingenieur Ed Blondin von A.C. Sparkplug beschreibt die Technik in einem Interview, das Rosner und andere wiedergeben: Es sei darauf angekommen, wie man die Nadel ansetzt, die Hand habe gezittert, und die Arbeiterinnen seien darin gut gewesen.
Was daran neu war
Neu war an der Nadel nichts. Neu war ihr Platz: Die Maßhaltigkeit eines digitalen Bauteils hing an der Ruhe einer Hand. Das Computer History Museum nennt die Arbeit empfindlich und schreibt, sie sei überwiegend von Frauen unter dem Mikroskop verrichtet worden. Wie das begründet wurde, berichtet ein nicht genannter Ingenieur bei Rosner und anderen von einem Werksbesuch um 1959: Der Betriebsleiter habe angemerkt, alle, die den Draht einzogen, seien Frauen, weil man festgestellt habe, dass Männer nicht die Geduld dazu hätten. Der Widerhaken: Die Fertigkeit wurde gelobt und dann abgeschafft. Maschinelles Einziehen brachte eine Ebene von etwa 25 Stunden auf 12 Minuten.
Was die Quellen offenlassen: Blondins Schilderung ist paraphrasiert, nicht zitiert: Das Interview liegt nur in der Wiedergabe bei Rosner u. a. 2018 vor, die Originalaufzeichnung wurde nicht eingesehen. Blondin spricht aus der Fertigung für den Apollo-Bordrechner der sechziger Jahre, nicht von der Verdrahtung der Ebenen von 1955.