Paper Tape Reader

1950 · Perforated Tape · Werk 626 von 1.871

Paper Tape Reader, 1950, Perforated Tape

A narrow oiled paper tape running over a toothed sprocket wheel past a row of small photocells, rows of evenly spaced round holes punched across the tape, each hole throwing a small spot of light onto the far side of the reader, the tape pale and translucent with oil, a plain metal tape guide, the loose tape falling into a wicker basket below, seen close so the sprocket, the tape and the light spots fill the frame, a single soft light from behind the tape shining through the holes, the rest dissolving into pure black.

Wofür es benutzt wurde
Der Lochstreifenleser war um 1950 ein gängiger Weg, auf dem Programme und Zahlen in einen Rechner kamen. Beim EDSAC in Cambridge, der sein erstes Programm am 6. Mai 1949 rechnete und ab 1951 im täglichen Betrieb stand, las ein Leser für fünfspurigen Streifen 50 Zeichen je Sekunde; ausgegeben wurde auf einem Creed-Fernschreiber mit zwei Drittel über sechs Zeichen je Sekunde. Die Streifen wurden blind auf einem Tastenstanzer gelocht, ohne Kommentare und ohne Gliederungszeichen. Das Programm für Quadratzahlen war etwa einen Meter lang. Unterprogramme lagen als eigene Streifen in einem Schrank, wurden maschinell auf den Programmstreifen kopiert und gingen danach in den Schrank zurück.
Was daran neu war
Neu war der Leser nicht: Fünflochstreifen und die Geräte dazu kamen aus der Telegrafie. Auch Programme auf Streifen waren nicht neu, schon die Harvard Mark I las ihre Befehle vom Lochstreifen. Neu beim EDSAC war, dass der Streifen das Programm in den Speicher lud, aus dem die Maschine es dann ausführte. Der Widerhaken liegt im Material. Gelocht wurde ohne Kommentare und ohne Gliederung, die Streifen blieben dadurch sehr kurz; das Programm war damit für andere kaum lesbar, und die Programmbibliothek war buchstäblich ein Schrank. Die Geschwindigkeiten blieben lange bescheiden: Mechanische Leser lagen anfangs unter zehn Zeichen je Sekunde und gegen Ende der fünfziger Jahre bei etwa 60; optische Leser von Ferranti erreichten nach dem Museum der Information Processing Society of Japan etwa 200.

Was die Quellen offenlassen: Das Jahr 1950 ließ sich keinem einzelnen Gerät zuordnen; die Zahlen stammen vom EDSAC und aus Unterlagen des EDSAC-Nachbauprojekts. Für den Ferranti Mark II High Speed Tape Reader nennt die Smithsonian-Sammlung 200 Zeichen je Minute, das japanische Museum für Ferranti-Leser etwa 200 je Sekunde. Ob beide Angaben dasselbe Gerät betreffen, ist offen.

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