A tall brass frame on a cast iron base carrying a row of geared pulleys of different diameters, each pulley on its own crank driven from a common shaft through gear pairs of differing ratio, a single fine wire running over every pulley in a long zigzag from top to bottom, the free end of the wire carrying a pen that rests on a slowly turning paper drum, the drum wrapped in plain paper carrying a single drawn wave curve, the brass gears freshly finished and bright, the paper cream, a crank handle at the side of the frame, in a Victorian instrument workshop, the light of one gas bracket falling across the pulleys, the workshop walls receding into shadow.
Wofür es benutzt wurde
Die Maschine zeichnet die Gezeitenkurve eines Hafens für ein ganzes Jahr auf einen Papierstreifen. William Thomson, später Lord Kelvin, entwarf sie mit Hilfe von Edward Roberts; gebaut wurde sie von A. Légé & Co., 20 Cross Street, Hatton Garden, London, finanziert von der British Association for the Advancement of Science. Sie summiert zehn astronomische Teiltiden mechanisch: Jede läuft auf einer eigenen Scheibe mit eigener Drehzahl, ein Band läuft über alle Scheiben, und die Summe der Bewegungen führt den Stift. Das Science Museum gibt an, dass sie die Kurve eines Hafens für ein Jahr in etwa vier Stunden zog, und nennt Seeleute, Ingenieure für Küstenbauwerke und Fischer als diejenigen, für die die Kenntnis der Gezeiten wertvoll ist.
Was daran neu war
Neu war nicht der Gedanke, die Gezeiten als Summe von Teiltiden zu beschreiben; das war Thomsons eigene Theorie. Neu war, dass die Summe nicht mehr von Hand gebildet werden musste. Die Maschine löste jedoch nur die Hälfte der Aufgabe: Sie addierte, sie analysierte nicht. Wie groß die zehn Teiltiden eines bestimmten Hafens sind, musste vorher aus Pegelaufzeichnungen bestimmt werden, und das blieb Handarbeit. Woodworth (2020) nennt für die harmonische Analyse im späteren Betrieb in Bidston nach Doodsons Angabe etwa zehn Arbeitstage zu je sechs Stunden für vierzig Teiltiden, während das Einrichten der dortigen Doodson-Légé-Vorhersagemaschine nur rund eine Stunde dauerte. Für den fehlenden Teil baute Thomson ab 1878 harmonische Analysatoren; in der Gezeitenkunde blieben sie ohne bleibende Bedeutung.
Was die Quellen offenlassen: Die Datierung ist nicht einheitlich. Das Science Museum datiert das Objekt auf 1872 und nennt A. Légé & Co. als Hersteller; Woodworth (2020) nennt den Bau 1872 bis 1873. Die Jahreszahl 1876 erscheint beim Science Museum nur in der Inventarnummer 1876-1129 und in der Adresse der Seite, als Baujahr in keiner der beiden Quellen.