A working differential analyser built from painted perforated metal construction strips, brass gears and steel axle rods, a row of integrator units each a small disc with a wheel resting on it, shafts running the length of the assembly bolted together with small nuts and bolts, standing on a laboratory bench, entirely serious in function and plainly made from a toy, an anonymous hand adjusting one gear, every object of 1934 make, in a university physics laboratory, one bench lamp lit over the model, the laboratory beyond dark.
Wofür es benutzt wurde
Douglas Rayner Hartree war Physiker in Manchester. Im Sommer 1932 reiste er ans MIT, um Vannevar Bushs Differentialanalysator zu sehen, 1933 rechnete er dort selbst damit; danach baute er mit seinem Studenten Arthur Porter ein Modell davon aus dem Baukasten Meccano. Der Zweck war zweierlei: rechnen und werben. Nach dem Dictionary of Scientific Biography sollte das Modell Geld für eine große Maschine einbringen. Porter baute es 1934, prüfte es zuerst an den bereits bekannten Selbstkonsistenzfeld-Gleichungen für Wasserstoff und rechnete dann Chrom; dafür erhielt er seinen Master-Abschluss. Danach wurde das Modell für eine Vielzahl weiterer Aufgaben benutzt. Hartree und Porter veröffentlichten „The Construction and Operation of a Model Differential Analyzer“ in den Memoirs of the Manchester Literary and Philosophical Society, Band 79, 1934–1935, S. 51–72.
Was daran neu war
Neu war nicht das Rechenprinzip, sondern der Preis. Das Meccano-Modell kostete nach Tim Robinsons Darstellung etwa 20 Pfund und erreichte eine Genauigkeit von etwa zwei Prozent — genug, um damit Ergebnisse zu erzielen, die einen Master-Abschluss trugen. Ein Differentialanalysator musste also kein Großgerät sein. Die Werbung wirkte: Sir Robert McDougall, stellvertretender Schatzmeister der Universität, gab 6.000 Pfund, Bush lieferte Pläne und Verbesserungsvorschläge, Metropolitan-Vickers baute, und im März 1935 stand die große Maschine im Physikalischen Institut in Manchester, zuerst mit vier, kurz darauf mit acht Integratoren. Der Widerhaken: Für ihren eigentlichen Zweck kam sie zu spät. Hartree und Fock hatten ihre Verfahren für die Selbstkonsistenzfeld-Gleichungen inzwischen so verfeinert, dass Tischrechenmaschinen genügten; Hartree benutzte die große Maschine mit einem Zuschuss des DSIR für andere Dinge, etwa Totzeiten in der Prozessregelung.
Was die Quellen offenlassen: Der Aufsatz von Hartree und Porter wurde nicht gelesen; die Angaben stammen aus der Biographie im Dictionary of Scientific Biography. Kosten und Genauigkeit des Meccano-Modells (20 Pfund, etwa zwei Prozent) stammen von Tim Robinson, der solche Maschinen nachbaut; eine Bestätigung im Originalaufsatz oder bei einem Museum wurde nicht gefunden.
Zusammenhänge
Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.