1933 · Simultaneous Equations · Werk 653 von 1.871
A bank of identical transformers standing in a row on a slate panel, each transformer a laminated iron core with wound coils, heavy insulated wiring looping between them in arcs, a galvanometer at one end of the panel with its needle resting at the centre of its scale, the scale a graduated arc with fine tick marks, the slate panel dark grey with polished brass terminal posts, the row of transformers stepping into depth, in a university engineering laboratory of the early 1930s, one shaded electric lamp lit above the galvanometer, the laboratory beyond dark.
Wofür es benutzt wurde
Die Mallock-Maschine war ein elektrischer Rechner für lineare Gleichungssysteme. Entworfen hat sie R. R. M. Mallock, gebaut hat sie 1933 die Cambridge Instrument Company. Der Sotheby's-Katalog der Bibliothek Erwin Tomash schreibt unter Berufung auf Haroon Ahmed, Cambridge Computing (2013), S. 24, die Maschine habe "up to six simultaneous linear algebraic equations" lösen können, und "The only working model, built in 1933 by Cambridge Instrument Company, was eventually dismantled". In Cambridge wurde sie benutzt: M. V. Wilkes beschrieb 1940 vom Mathematical Laboratory aus ein Verfahren, mit dem sich damit auch Differentialgleichungen integrieren ließen.
Was daran neu war
Was die Maschine konnte: Sie löste ein ganzes System linearer Gleichungen auf elektrischem Weg. Wilkes zeigte 1940 in den Mathematical Proceedings of the Cambridge Philosophical Society, dass sich das auf Paare simultaner linearer Differentialgleichungen zweiter Ordnung in zwei Unbekannten ausdehnen lässt, aufbauend auf einem Verfahren von Hartree; dabei gilt: "Any required degree of accuracy in the solution can be obtained". Der Widerhaken steckt in einem Gutachten für die Royal Society: Sydney Chapman hielt Mallocks Aufsatz am 5. April 1933 für gut und druckreif, empfahl aber, ihn auf etwa ein Drittel zu kürzen und die technischen Teile in das Journal of Scientific Instruments zu verschieben.
Was die Quellen offenlassen: Die Zahl der Gleichungen ist strittig: Der Tomash-Katalog nennt nach Ahmed sechs, die Trumpington Local History Group nennt sechs für einen Prototyp von 1931 und zehn für das verbesserte Modell von 1933. Mallocks eigener Aufsatz (Proc. Roy. Soc. A 140, 1933, S. 457-483) war nicht einsehbar, nur Sydney Chapmans Gutachten dazu; die Bauweise der Maschine (in verbreiteten Darstellungen gekoppelte Transformatoren) ist deshalb nicht belegt und fehlt im Text.