The Network Analyser

1929 · Power System Model · Werk 656 von 1.871

The Network Analyser, 1929, Power System Model

A large patch panel representing a power grid in miniature, a wall of plain panels carrying rows of adjustable resistors and inductors standing for transmission lines, generator units on one side and load units on the other, patch cords laid across the panel in the shape of the country's geography, banks of meters with graduated dials and fine tick marks along the top, in a university electrical engineering laboratory of 1929, one row of overhead lamps lit above the panel, the laboratory beyond dark.

Wofür es benutzt wurde
Der Netzmodellrechner war ein ganzes Stromnetz im Kleinen, aufgebaut in einem Laborraum: Leitungen als Spulen und Widerstände, Generatoren als einstellbare Spannungsquellen. Kraftwerksingenieure stellten ihr wirkliches Netz darin nach und maßen, was bei Kurzschluss, Lastwechsel oder neuer Leitung passieren würde. Aristotle Tympas führt dazu den Aufsatz von Hazen, Schurig und Gardner über "The MIT Network Analyzer" an und schreibt, General Electric habe mit seinen MIT-Partnern ein solches Gerät gehabt, das um 1930 am MIT feierlich vorgestellt wurde. General Electric vermietete einen eigenen Wechselstrom-Netzanalysator in Schenectady: Nach einem von Tympas zitierten Bericht in GE Monogram (1945) mieteten ihn in sieben Jahren mehr als hundert Firmen für mehr als dreihundert Untersuchungen. Eine Westinghouse-Schrift von 1944 nennt den Vergleichsfall: zwei Dreimanngruppen, die monatelang mit Addiermaschinen an einer Bahnelektrifizierung rechneten, "a monumental task and utterly hopeless".
Was daran neu war
Was das Gerät konnte: Es rechnete Netzfragen nicht aus, sondern maß sie. Es war ein Wechselstrom-Rechenbrett und wurde als Lösung für „lengthy and usually impracticable mathematical calculations“ angeboten. Der Widerhaken ist das Versprechen, das nicht eingelöst wurde. Tympas' Aufsatz trägt den Titel "Perpetually Laborious" und argumentiert, der Analysator habe die Rechenarbeit nicht beseitigt: Er brauchte geübtes Personal - auf Bildern der 1940er Jahre, die Tympas beschreibt, richten Frauen die Recheneinheiten ein, während Männer an den Steuerpulten sitzen - und jede Gerätegeneration wurde durch die nächste ersetzt, so dass die Arbeitsnot blieb. Ein Bericht von Commonwealth Edison von 1935 behauptete dagegen Einsparungen von etwa dem Achtfachen der Anschaffungskosten in zwei Betriebsjahren.

Was die Quellen offenlassen: Die Datierung des Grundaufsatzes schwankt: Tympas nennt ihn einen AIEE-Aufsatz von 1929, die Pioneers-Seite der IEEE Computer Society führt "The MIT Network Analyzer, Design and Application to Power System Problems" von Hazen, Schurig und Gardner als AIEE Trans. Bd. 49, Juli 1930, S. 1102-1113. Stückzahlen nennt keine der Quellen. Den Bericht von Commonwealth Edison datiert Tympas im Text auf 1935, belegt ihn aber mit einem Artikel in Electrical World vom 23. November 1945.

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