A hand-held brass instrument of concentric rotating plates, the plates graduated with fine radial tick marks for speed and bearing, a sliding bar across the top carrying a small pointer, the brass sea-worn at the edges and dulled with handling, held in the hands of an anonymous rating seen from behind, in the gun control position of a warship at dusk, grey steel plating around, one shaded lamp above the instrument throwing its cone of light on the plates, the rest of the position in shadow.
Wofür es benutzt wurde
Der Dumaresq war ein Handrechner der Royal Navy für das Grundproblem des Seegefechts: Zwei Schiffe fahren, und die Entfernung zwischen ihnen ändert sich laufend. Benannt ist er nach seinem Erfinder, Leutnant John Saumarez Dumaresq; das Dreadnought Project nennt ihn "designed and patented by Lieutenant John Saumarez Dumaresq between 1902 and 1904" und Elliott Brothers als ersten Hersteller. Bedient wurde er so: eigene Fahrt und eigenen Kurs einstellen, Fahrt und Kurs des Gegners schätzen, die Achsen auf die Peilung drehen - abzulesen waren die Entfernungsänderung je Zeit und die Querfahrt des Gegners. William Schleihauf schreibt für die H.M.S. Hood Association, das Gerät habe eigene Fahrt sowie Peilung, Kurs und Fahrt des Gegners aufgenommen, und: "With these values, the Dumaresq would compute the rate of change of range."
Was daran neu war
Was das Gerät konnte, war mehr als eine Rechnung in eine Richtung: Es ließ sich umdrehen. Im sogenannten Cross-cut-Betrieb stellte man Entfernungsänderung und Querfahrt ein und las ab, welchen Kurs und welche Fahrt der Gegner haben muss - aus der beobachteten Wirkung wurde auf die Ursache geschlossen. Spätere Baumuster arbeiteten dem Bediener weiter vor: Die Mark VI hielt nach dem Dreadnought Project die eingestellte Gegnerlage selbsttätig fest, während das eigene Schiff drehte. Der Widerhaken ist die Lebensdauer. Nach dem dort zitierten Manual of Gunnery von 1915 hieß die Mark III "old pattern", und 1920 galt sie laut derselben Seite als "practically obsolete"; die Mark XI für bewaffnete Handelsschiffe war so sparsam, dass die eigene Fahrt fest auf 12 Knoten stand. Die Mark VIII wurde laut derselben Quelle auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch oben im Mast benutzt.
Was die Quellen offenlassen: Stückzahlen und Maße sind nicht belegt; das Dreadnought Project nennt keine. Die Angaben zu den einzelnen Baumustern stützen sich dort auf Dienstvorschriften (Manual of Gunnery Bd. III, 1915 und 1920; B.R. 1534, 1946) sowie auf Schleihaufs Aufsatz "The Dumaresq and the Dreyer" (Warship International 2001) und John Brooks, die hier nicht im Original eingesehen wurden.