The Kerrison Predictor

1940 · Anti-Aircraft Prediction · Werk 662 von 1.871

The Kerrison Predictor, 1940, Anti-Aircraft Prediction

A compact predictor box on a tripod standing beside a gun mounting, a plain steel case with handwheels and graduated dials with fine tick marks on its sides, a thick cable running across the ground to the gun, anonymous operators standing close around it seen from behind with their hands on the tracking handwheels, the light anti-aircraft gun on its wheeled carriage beyond, sandbags around the position, every object of wartime 1940 make, on a gun site at night, one shaded lamp on the predictor throwing its cone of light on the dials, the field beyond dark.

Wofür es benutzt wurde
Der Kerrison-Predictor war ein Rechengerät für leichte Flak. Die Bedienung richtete es auf das Flugzeug, das Gerät bestimmte den Vorhalt und stellte das 40-Millimeter-Bofors-Geschütz über Stellmotoren selbst nach, statt dem Richtschützen eine Zahl anzusagen. Amtlich hieß es "Predictor No. 3": Das War Office gab 1940 in London das Heft "Manual of anti-aircraft defence. Vol. I : gunnery. Part I, pamphlet no. 16 : predictor no. 3 and the power controlled 40-mm. L.A.A. gun 1940" heraus, auf dem Umschlag der Vermerk "not to be published", angezeigt in den Army Council Instructions vom 11. September 1940 (Imperial War Museums, LBY WO 1317). Wie es im Feld aussah, zeigt eine Aufnahme des Australian War Memorial von 1942 aus Crawley Bay bei Perth: "A NO 3, OR KERRISON PREDICTOR WHICH CONTROLLED A BOFORS 40MM ANTI AIRCRAFT GUN OF 8 BATTERY", im Bild zwei Mann der 8. Batterie des 2/3 Light Anti-Aircraft Regiment, einer davon Gunner A F Jakins.
Was daran neu war
Das Besondere war die Kopplung: Das Gerät rechnete nicht nur, es führte das Geschütz. Der Widerhaken liegt darin, warum es sich durchsetzte. David A. Mindell schreibt in IEEE Control Systems (April 1995), die US-Armee habe den Kerrison als englisches System unter der Bezeichnung M5 übernommen; er sei "less accurate than the M7 but easier to manufacture" gewesen. Sperry entwarf ihn 1940 für die Großserienfertigung um und gab die Herstellung 1941 an Singer und Delco. Bei Sperrys eigenen, genaueren Geräten urteilt Mindell dagegen, sie hätten die schmale Linie zwischen Leistung und Fertigbarkeit nicht gefunden, und die schwierige Herstellung der Ballistiknocken habe ihren Nutzen stark begrenzt. Das gröbere Gerät wurde also gebaut, weil es sich bauen ließ.

Was die Quellen offenlassen: Gewicht, Teilezahl, Besatzungsstärke und Stückzahlen bleiben offen: Die im Netz auffindbaren Angaben (etwa "über 1.000 Präzisionsteile", "über 500 lb", "drei Richtschützen") stammen aus Wikipedia-Abschriften und stehen deshalb nicht im Text. Das Bedienungsheft von 1940 war nur als Katalogeintrag einzusehen, nicht im Inhalt.

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