The Firing Table Room

1943 · Ballistic Computation · Werk 665 von 1.871

The Firing Table Room, 1943, Ballistic Computation

A large room of desks with mechanical desk calculators, rows of desks stepping away into depth, at each place a hand-cranked calculator and sheets of ruled paper, anonymous women seen from behind at the calculators working, a finished bound table lying open on the checking desk in the foreground, its pages closely set columns of small figures seen at a shallow angle so the digits blur into texture, every object of wartime 1943 make, in a ballistics research laboratory, one row of pendant lamps with only the nearest lit over the checking desk, the far desks fading into darkness.

Wofür es benutzt wurde
Der Rechenraum des Ballistic Research Laboratory in Aberdeen stellte Schusstafeln her: Tabellen, die dem Richtschützen für jede Entfernung die nötige Rohrerhöhung angaben. Ohne sie war ein Geschütz kaum zu gebrauchen. Nach Abschnitt 4.3 der Darstellung "Bit by Bit" rechnete das Labor für jede Paarung von Geschütz und Granate etwa zwei- bis viertausend Flugbahnen, und damit waren nur Höhe und Entfernung abgedeckt. Eine Rechnerin an einer Tischrechenmaschine brauchte dort für eine Flugbahn etwa drei Tage; Thomas J. Bergin nennt im Band "50 Years of Army Computing" rund 20 Stunden für eine Flugbahn von 60 Sekunden Flugzeit. Der Differentialanalysator schaffte eine Bahn in 15 bis 30 Minuten, dazu kamen ein bis zwei Stunden Einrichten je Tafel. Das Labor schulte etwa hundert Rechnerinnen in Aberdeen und ließ über die Moore School hundert weitere anwerben.
Was daran neu war
Neu war hier kein Gerät, sondern eine Kette: Dieselbe Flugbahn wurde von Hand, auf dem Differentialanalysator und ab 1945 auf dem ENIAC gerechnet, der sie nach Bergin in etwa 30 Sekunden schaffte, "about half the time that the shell would be in the air". Zugleich zeigt der Raum, was "computer" damals hieß: Herman Goldstine sagte auf dem Symposium von 1996, mit "people" seien damals Frauen gemeint gewesen, weil die Männer alle eingezogen waren; Harry Reed sprach von gut hundert Leuten an Handrechenmaschinen. Der Widerhaken ist der Rückstand, der trotz aller Technik blieb: 1941 war die Tafelproduktion nach Bergin weit hinterher, 1943 nennt "Bit by Bit" das Labor "dangerously behind schedule", und die 1935 in Aberdeen gebaute Maschine konnte dem Bedarf der Armee nicht folgen. Zwischen dem 1. Februar und dem 30. Juni 1945 rechnete sie 1560 Flugbahnen für zehn Schusstafeln.

Was die Quellen offenlassen: Die Zeit je Flugbahn von Hand geben die Quellen verschieden an: "Bit by Bit" etwa drei Tage, Bergin rund 20 Stunden für eine 60-Sekunden-Bahn, wobei Bergin selbst anmerkt, seine Zahlen stammten aus mehreren Quellen. Beide Angaben stehen deshalb im Text. Verfasser und Buchtitel der Darstellung "Bit by Bit" sind auf der eingesehenen Seite nicht genannt.

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