The Crab

1935 · Course Plotter · Werk 667 von 1.871

The Crab, 1935, Course Plotter

A small three-wheeled plotting device crawling across a paper chart, its inked wheel trailing a single line behind it in a wide curve, the chart plain paper marked with a small cross at the beacon position, the device a little metal carriage with a pen holder and a cable running back to the trainer, the table top plain, in a flying school room of the mid 1930s beside the trainer, one lamp lit over the chart, the room beyond dark.

Wofür es benutzt wurde
Der Crab war der Kursschreiber auf dem Tisch des Fluglehrers neben einem Link-Trainer. Es war ein kleiner Wagen, der über einer maßstäblichen Landkarte fuhr und mit einem tintengetränkten Rad die Strecke aufzeichnete, die der Schüler im geschlossenen Kasten allein nach Instrumenten flog. Seine Bewegung errechnete ein elektromechanischer Wind-Drift-Rechner im Sockel des Trainers. Er verband die Steuereingaben des Schülers mit den Werten, die der Lehrer einstellte, also Windstärke, Windrichtung und Turbulenz, und übertrug das Ergebnis über Synchronmotoren auf den Wagen. Der Lehrer saß am Tisch, gab über Funk Anweisungen und sah an der Tintenspur, ob der Schüler den Kurs hielt. Das Army Air Corps kaufte 1934 sechs Link-Trainer, zweiter Kunde wurde 1935 die japanische Marine. Bis Kriegsende lieferte Link nach Angaben des MAPS Air Museum 6.271 Geräte an die Army und 1.045 an die Navy, und sie standen in 35 Ländern, darunter Deutschland, Japan und die Sowjetunion.
Was daran neu war
Neu war nicht der Übungskasten, sondern dass sich die Leistung des Schülers hinterher nachmessen ließ. Der Crab machte daraus eine Linie auf Papier, und zwar einschließlich eines Windes, den es gar nicht gab: Der Rechner im Sockel bildete laufend aus Kurs, Fahrt und eingestelltem Wind einen Ort über Grund. Damit konnte der Lehrer eine Aufgabe wiederholbar stellen und zwei Schüler unter gleichen Bedingungen vergleichen.

Was die Quellen offenlassen: Die Beschreibung des Crab mit Tracer-Rad, Tintenrolle, Wind-Drift-Rechner und Telechron-Motoren stammt vom Military Aviation Museum und bezieht sich auf einen restaurierten Link C-3, dessen Fertigung dort um 1941 angesetzt wird. Für 1935 nennen die Quellen nur die japanische Marine als zweiten Kunden, kein Ereignis zum Kursschreiber. Das MAPS Air Museum nennt dasselbe Gerät an einer Stelle bug, an anderer crab. Für den Kursschreiber selbst nennen die Quellen kein Jahr.

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