An open aircraft equipment box of vacuum tubes and precision potentiometers, glass tubes standing in a row in their sockets, wirewound potentiometers with knurled shafts, gyro leads entering at one end through a multi-pin connector and servo leads leaving at the other, wire lacing throughout binding the harness in neat bundles, the box black crackle finish with its lid set aside, on a workshop bench, in an aircraft instrument shop of the late 1930s, one bench lamp lit over the open box, the shop beyond dark.
Wofür es benutzt wurde
Der elektronische Verstärker war das Rechen- und Kraftglied des Autopiloten C-1 von Minneapolis-Honeywell. Er nahm die winzigen Spannungen ab, die die Kreisel erzeugten, wenn das Flugzeug aus seiner Lage lief, verstärkte sie und steuerte damit die Servomotoren an Höhen-, Seiten- und Querruder. Zwei Kreisel lieferten die Messwerte: der Fluglage-Kreisel nahe dem Schwerpunkt für Rollen und Nicken, der Richtungskreisel im Stabilisator des Bombenzielgeräts für das Gieren. Eingebaut war die Anlage in den schweren Bombern B-17, B-24 und B-29. Zusammen mit dem Norden-Zielgerät bildete sie die ruhige Plattform, die ein Treffer aus großer Höhe verlangte, und der Bombenschütze konnte das Flugzeug über das Zielgerät selbst steuern. Die Minnesota Inventors Hall of Fame nennt über 30.000 Bomber mit dieser Ausrüstung. Die Commemorative Air Force Minnesota Wing schreibt, die Anlage sei auch in der Enola Gay und der Bockscar geflogen.
Was daran neu war
Neu war, dass die Regelung elektronisch verstärkte statt mechanisch oder hydraulisch zu übersetzen. Willis Gille, Ingenieur bei einem Hersteller von Heizungsreglern, kam 1941 auf den Gedanken, die Prinzipien der elektronischen Temperaturregelung auf die Flugsteuerung zu übertragen. Die Minnesota Inventors Hall of Fame nennt das Ergebnis den ersten elektronischen Autopiloten der Flugzeugindustrie. Mitte Mai 1941 begann die Entwicklung eines dreiachsigen Geräts, Anfang Dezember 1941 ging Ausrüstung für Bomber an das Militär. Gille hielt später mehr als 85 US-Patente.
Was die Quellen offenlassen: Die Zahlen weichen ab und sind beides Museums- oder Vereinsangaben ohne Belegstelle: über 30.000 Bomber bei der Minnesota Inventors Hall of Fame, über 35.000 gebaute Autopiloten bei der Commemorative Air Force Minnesota Wing. Keine der drei Quellen erwähnt den Verstärker. Erster elektronischer Autopilot ist eine Zuschreibung der Hall of Fame, nicht gegen ältere Geräte geprüft. Patentschriften wurden nicht eingesehen, da Google Patents nicht abrufbar war.