A removable patch board of hundreds of sockets in a grid crossed by a dense tangle of patch cords, cords in several colours plugged in loops and crossing bundles, the board in a metal frame on the front of an analogue computer console, a pencilled wiring diagram of lines and circles on a sheet taped beside it, meters with graduated dials and fine tick marks above the board, in a computing laboratory of the early 1950s, one lamp lit over the board so the cords cast crossing shadows, the laboratory beyond dark.
Wofür es benutzt wurde
Das Patchfeld war die Vorderseite eines elektronischen Analogrechners: eine Lochplatte, in die der Rechner mit kurzen Kabeln steckte, welcher Verstärker auf welchen wirkt. Die Verdrahtung war das Programm. Ein Integrator, der seinen Ausgang über ein Potentiometer auf seinen eigenen Eingang zurückgab, war eine Differentialgleichung, und wer die Gleichung ändern wollte, zog Kabel um. Beim EAI 231R-V war dieses Feld abnehmbar und hatte 3.450 Löcher; EAI beschreibt es als 3,450-hole removable pre-patch panel and patch-bay und begründet es damit, dass man ein Programm verdrahten kann, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Die verdrahtete Platte konnte außerhalb der Maschine geprüft und aufbewahrt werden.
Was daran neu war
Neu war nicht das Stecken, sondern das Abnehmen. Frühe Maschinen hatten Buchsenfelder, die fest zur Maschine gehörten, und solange ein Problem gesteckt war, war die Maschine belegt. Das abnehmbare Feld trennte das Programm vom Rechner. Darin liegt der Widerhaken, und Arthur I. Rubin von Electronic Associates nennt die Zahlen dazu: Eine einzelne Lösung lief in 5 Millisekunden, die Umrüstung auf ein anderes Problem dauerte mangels Patchfeld mindestens mehrere Tage. Wer das abnehmbare Feld zuerst hatte, ist bei Rubin nicht entschieden. Sein Text nennt Berkeley und Goodyear als die ersten Maschinen mit Patchfeld, auf Abbildungen von etwa 1952 oder 1953, seine eigene Tabelle führt aber für die Reeves C100 von 1951 ein removable patchboard.
Was die Quellen offenlassen: Rubins Aufsatz widerspricht sich in diesem Punkt selbst, Text gegen Tabelle, und die Tabelle ist im abgerufenen PDF schlecht lesbar. Deshalb steht hier keine Entscheidung über den Vorrang. Die Zahl 3.450 gilt für den EAI 231R-V von 1964 und nicht für 1952.