A row of small sliders set by hand to trace out an arbitrary curve, the slider knobs standing at different heights against a fine ruled grid behind them, the tops of the sliders forming the shape of the function as a rising and falling profile, a dense row of slots each with its knob, the panel plain grey, on the front of an analogue computer console, every object of 1950 make, in a computing laboratory, one lamp lit over the panel raking across the slider knobs, the laboratory beyond dark.
Wofür es benutzt wurde
Der Funktionsgeber gab einem Analogrechner eine Kurve, für die es keine Formel gab. Gemessene Werte wurden als Kette gerader Stücke nachgebildet. An jedem Knickpunkt schaltete eine vorgespannte Diode zu und änderte die Steigung; beim TR-48 lagen die Knickpunkte fest, und der Rechenmeister stellte die Steigungen mit dem Schraubenzieher ein. EAI lieferte für den TR-48 variable Diodenfunktionsgeber mit 10 oder 19 Segmenten und beschreibt sie als Bauteile, die produce an electrical representation of arbitrary functions by straight line segments. Daneben gab es feste Geber für Logarithmus und für das Quadrat. Ohne diese Bauteile blieb der Analogrechner auf Aufgaben beschränkt, die sich als Gleichung schreiben ließen.
Was daran neu war
Neu war, dass eine Messreihe selbst zum Bauteil wurde. In einer frühen Übersicht der Grundoperationen fehlt ein Geber für beliebige Funktionen; Rubin vermutet, er sei erst später entwickelt oder als Außenseiter angesehen worden. Damit konnte eine Größe in die Rechnung eingehen, die niemand als Funktion hinschreiben konnte, sondern nur gemessen hatte. Der Preis war die Handarbeit und die Wiederholbarkeit: Jede neue Kurve bedeutete neues Einstellen von Knickpunkten und Steigungen, und Rubin nennt als Grund dafür, dass ab 1968 der digital gesteuerte Funktionsgeber den Diodengeber ersetzte, gerade die Beseitigung von Drift und fehlender Reproduzierbarkeit.
Was die Quellen offenlassen: Für das Jahr 1950 nennen die eingesehenen Quellen kein Gerät und kein Ereignis. Rubin nennt Röhren-Diodenfunktionsgeber für 1956, die erste Beschreibung des kartenprogrammierten Diodenfunktionsgebers 1958 und die festen Geber für Sinus, Kosinus und Exponentialfunktion für 1960 bis 1965; die EAI-Angaben mit 10 oder 19 Segmenten gehören zum TR-48 der sechziger Jahre. Wer den Diodenfunktionsgeber zuerst baute, sagen die Quellen nicht.