The Hybrid Machine

1958 · Analogue-Digital Hybrid · Werk 675 von 1.871

The Hybrid Machine, 1958, Analogue-Digital Hybrid

Two consoles standing side by side and cabled together, one with patch cords and meters with graduated dials and fine tick marks, the other with a card reader and printer, a thick cable trunk running between them along the floor, a single shared operator's chair between them, both consoles plain grey steel, in a computing laboratory of the late 1950s, one bank of lamps lit above the two consoles, the laboratory beyond dark.

Wofür es benutzt wurde
Ein Hybridrechner war ein Analogrechner und ein Digitalrechner, miteinander verdrahtet. Der analoge Teil rechnete den laufenden Vorgang in Echtzeit weiter, etwa die Bewegung einer Rakete, der digitale Teil übernahm, was Genauigkeit und Gedächtnis brauchte, also Tabellen, Logik und Protokoll. Verbunden waren sie durch Analog-Digital-Wandler mit Multiplexer und mehrere Digital-Analog-Wandler. Auf einem zweiten Weg entwickelte EAI steckbare Logik aus Gattern, Flipflops und Registern, die später fest in den Analogrechner eingebaut wurde. Packard Bell koppelte den Digitalrechner PB250 über eigene Wandler mit einem Tisch-Analogrechner, etwa dem T-50 von Computer Products oder dem TR-48 von EAI, und bewarb das Ergebnis, den HYCOMP 250, als first desk top hybrid analog/digital computing system. Große Analogrechner der späten sechziger Jahre hatten zwei Patchfelder, eines für die analogen Bauteile und eines für die digitale Logik.
Was daran neu war
Neu war, dass die beiden Bauarten nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander liefen. Ein Erstrecht lässt sich nicht sauber zuweisen. Rubin führt die Idee auf George A. Philbrick zurück, der 1952 eine Form des hybriden Rechnens beschrieb, nämlich zuerst eine grobe Lösung am Analogrechner und dann eine genauere am Digitalrechner, und er nennt als Schlüsseldatum die erste Konferenz über kombinierte Analog-Digital-Systeme im Dezember 1960. Der Satz, der HYCOMP 250 sei der erste hybride Tischrechner, ist eine Werbeaussage von Packard Bell. Der Widerhaken steckt in Rubins Rechnung: Für die Auswertung der Daten nach einem Hybridlauf schätzte er zwei bis fünf Stunden digitale Rechenzeit je Stunde Produktionslauf.

Was die Quellen offenlassen: Für das Jahr 1958 nennen die eingesehenen Quellen keine Hybridmaschine. Der Katalog des Computer History Museum datiert die HYCOMP-Broschüre auf 1961, die Suchergebnisseite desselben Museums auf 1964; die Broschüre selbst (PDF beim Museum) nennt neben dem T-50 von Computer Products auch EAI TR-10 und TR-48 als anschließbare Analogrechner; PB250 und Wandler standen danach in einem 73 Zoll hohen Schrank. Rubins Zahlen stammen aus dem Jahr 1970.

Zum Weiterlesen