A quarto volume of a learned journal lying open on a sloping reading desk in the meeting room of a scientific society in London in 1693, the volume bound in brown calfskin with raised bands, the right-hand page a dense table of narrow paired columns seen at a flat angle and soft in focus as a grid of fine grey lines, on the desk beside it a bundle of folded letters with a broken red wax seal, a pair of brass dividers lying open, a slate and a stick of chalk, a man in a long dark coat and a full curled wig seen from behind leaning over the desk, one candle in a brass holder and grey daylight from a tall sash window, panelled walls.
Wofür es benutzt wurde
Edmond Halley, angestellter Schreiber (Clerk) der Royal Society, rechnete 1693 aus den Breslauer Kirchenbüchern eine Tafel, die für jedes Alter angibt, wie viele Menschen noch leben. Die Daten kamen von Caspar Neumann, Pfarrer in Breslau, der Geburten und Sterbefälle mit Altersangabe notiert hatte — nach der Nachprüfung von 2011 offenbar, um dem Aberglauben von den kritischen Jahren und vom Einfluss der Mondphasen auf das Sterben den Boden zu entziehen. Über Leibniz in Hannover und den königlichen Bibliothekar Henri Justel gelangten sie nach London; Justel legte sie der Royal Society am 18. Januar 1693 vor. Halley nahm die Jahre 1687 bis 1691, schätzte die Stadt auf etwa 34.000 Einwohner und berechnete daraus den Preis einer Leibrente: bei 6 Prozent Zins 13,44 Jahreszahlungen für einen Zehnjährigen, 7,60 für einen Sechzigjährigen.
Was daran neu war
Neu war nicht die Sterbeliste, sondern die Tafel daraus, nach beiden Aufarbeitungen wohl die erste auf belastbaren Bevölkerungsdaten. Mit ihr rechnete Halley vor, dass eine Leibrente für einen Zehnjährigen etwas anderes wert ist als für einen Sechzigjährigen. Streng genommen sei seine Tafel aber keine Sterbetafel, sondern eine Bevölkerungstafel — so die Nachprüfung von 2011 im Journal of the Royal Statistical Society, die ihm außerdem nachweist, dass er Zahlen rundete, Ausreißer glättete und bei den Rentenwerten für die Alter 5 und 15 Rechenfehler machte. Der Widerhaken: Die englische Krone verkaufte Leibrenten weiterhin zu sieben Jahreszahlungen, gleich wie alt der Begünstigte war. Nach Halleys eigener Tafel verkaufte der Staat damit für jeden unter sechzig zu billig, und dabei blieb es auch nach 1693.
Was die Quellen offenlassen: Halleys Aufsatz in den Philosophical Transactions wurde nicht im Original eingesehen. Alle Zahlen stammen aus zwei Aufarbeitungen (DePaul University; Journal of the Royal Statistical Society 2011), die sich in den Jahren 1687 bis 1691 und in der Einwohnerschätzung einig sind. Beide nennen den Einheitspreis von sieben Jahreszahlungen; dass er nach 1693 blieb, steht nur in der ersten, und die zweite setzt die Altersgrenze für zu billige Renten bei 65 statt 60 Jahren.